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Klimaschutz:Fridays for Future plant Fahrraddemo

Die Corona-Pandemie lässt viele Dinge in den Hintergrund rücken, doch Fridays for Future erinnert an das Kohleausstiegsgesetz. Die Organisation ist besorgt, dass die Kohleverstromung dort festgeschrieben wird, statt wirklich etwas für den Klimaschutz zu tun. Deshalb plant Fridays for Future an diesem Mittwoch, 1. Juli, um 15.30 Uhr eine Fahrraddemonstration in Dachau. Treffpunkt ist am Unteren Markt. Fridays for Future kritisiert, dass die Entschädigungszahlungen, die Kohlekonzerne erhalten, wenn sie zu den im Gesetz vereinbarten Zeitpunkten abschalten, so hoch sind, dass der Weiterbetrieb von Kraftwerken bis zu diesem Zeitpunkt profitabel bleibt. Ein früheres Abschalten werde so vermutlich erst gar nicht in Betracht gezogen. Um mit dem 1,5-Grad-Ziel im Einklang zu sein, müsse Deutschland aber schon 2030 aus der Kohle aussteigen, so die Organisation. Dass das möglich ist, hätten schon viele Studien, unter anderem vom Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik, bewiesen. Um zu zeigen, dass dieses Gesetz nicht im Einklang mit den Forderungen von Fridays for Future steht, wird die Demo vom Unteren Markt in die Altstadt hinaufziehen und schließlich zum Landratsamt, wo eine Kundgebung geplant ist. Alle Teilnehmer sollen sich an die geltenden Abstandsregeln halten und bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben.

© SZ vom 01.07.2020 / SZ

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