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Kein Geld für Straßen:Investitionen in Busse und Bahn

CSU: Öffentlicher Nahverkehr wird nicht stiefmütterlich behandelt

Die CSU-Kreistagsfraktion hat sich auf ihrer Frühjahrsklausur mit dem Thema Straßenverkehr auseinandergesetzt. "Wir geben seit Jahren kein Geld für neue Straßen aus", stellte Fraktionssprecher Wolfgang Offenbeck klar. Investitionen kämen in erster Linie dem Erhalt und der Instandsetzung des Straßennetzes sowie dem Ausbau des Radwegenetzes zugute. Der Vorwurf, der öffentliche Nahverkehr werde stiefmütterlich behandelt, sei schlichtweg falsch. Seit Jahren fließe ein Großteil der Kreis-Gelder in den öffentlichen Nahverkehr. Die CSU wolle aber nicht davon ablenken, dass es auf diesem Gebiet noch viel zu tun gebe. Landrat Stefan Löwl nutzte als Gast die Gelegenheit, sein Leuchtturmprojekt Breitenau zu erläutern. "Mit den aktuellen Vorgaben und Regelungen ist dies nicht zu realisieren, aber wir müssen auch neue Wege gehen", betonte der Landrat. Löwl erwartet bei diesem Projekt auch ein Engagement sowie Investitionen der großen Arbeitgeber in der Region.

Große Hoffnungen setzt die CSU-Fraktion beim Thema Nord-Ost-Umfahrung auf die Stadt Dachau. "Wir sind uns einig, dass wir für eine spürbare Entlastung die Nord-Ost-Umfahrung brauchen - lieber heute als morgen. Wenn die Stadt Dachau es wünscht, wird der Kreis das Projekt vorantreiben", so der Fraktionsgeschäftsführer und Karlsfelder Bürgermeister Stefan Kolbe. Außerdem kamen die CSU-Kreisräte überein, den kommunalpolitischen Dialog zwischen Kreis-, Gemeinde- und Stadträten zu intensivieren.

© SZ vom 03.05.2018 / SZ
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