Karlsfelder See:Erholungsgelände statt Partymeile

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CSU bringt Videoüberwachung für Karlsfelder See ins Gespräch

Erst vergangene Woche hat der Kreisausschuss beschlossen, die Satzung für den Karlsfelder See zu ändern. Ab dem 1. September kann dort beim Mitführen von Glasflaschen ab 18 Uhr ein Bußgeld verhängt werden. Schon vor Wochen hatte der Karlsfelder Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) im Schnellverfahren eine Allgemeinverfügung erlassen, die schon jetzt abends Glasflaschen am See untersagt. Notwendig gemacht hatten das aus Sicht der Verantwortlichen nächtliche Feiern, in deren Folge offenbar mutwillig Flaschen zertrümmert worden waren.

Die CSU-Kreistagsfraktion will die Situation am Karlsfelder See aber auch ganz grundsätzlich noch einmal in Augenschein nehmen lassen. Bereits in einem Antrag vom 12. Juli baten die Fraktionsvorsitzenden Stephanie Burgmaier und Stefan Kolbe gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath um einen ausführlichen Bericht zu der Situation am See und eine Einschätzung, "ob durch die Ausweisung videoüberwachter Bereiche das Sicherheitsempfinden und die tatsächliche Sicherheit gesteigert werden kann". In diesem Zusammenhang solle, so der Wunsch, auch das "Gänse-Problem" thematisiert werden.

Diesem Antrag und den damit einhergehenden Forderungen, die bislang im Gremium noch nicht auf der Tagesordnung standen, hat die CSU-Fraktion im Nachgang zu der Entscheidung des Kreisausschusses in einer Pressemitteilung noch einmal Nachdruck verliehen und sie präzisiert: Im Bericht der Verwaltung solle auch "die Anzahl der Müllcontainer sowie der aktuelle Reinigungsaufwand" dargestellt werden. "Gerade in diesem Sommer, in dem viele Mitbürger coronabedingt noch auf einen Urlaub in der Ferne verzichten, müssen schöne und erholsame Besuche an den Naherholungsgebieten möglich sein. Die Erholungsflächen im Landkreis Dachau müssen aber tatsächlich der Erholung dienen", erklärten Burgmaier, Kolbe und Seidenath und erläuterten so die Motivation für ihren Antrag.

Kolbe hat als Karlsfelder Bürgermeister laut der Pressemitteilung bereits einen Runden Tisch initiiert, "der sich der Probleme annehmen soll". Der Antrag solle die Probleme nur "eine Stufe höher hieven". Seidenath erklärte, dass von dem Bericht der Verwaltung abhängen werde, "ob und welche weiteren Maßnahmen sinnvoll sind und ergriffen werden müssen".

© SZ vom 30.07.2021 / SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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