bedeckt München 17°
vgwortpixel

Karlsfelder See: Badeinsel:Letzte Priorität

Mit der Anschaffung der Insel wäre es dann auch noch nicht getan. Jemand müsse sie unterhalten. Kolbe: "Das erzeugt Arbeit und überfordert den Bauhof auch irgendwann einmal."

Bernd Wanka sieht "mindestens zwei Fachprüfungen im Jahr" auf die Gemeinde zukommen; das seien die üblichen Auflagen der Versicherungen. "Und da sehe ich Schwierigkeiten." Denn dazu brauche man auch noch Hilfe von Feuerwehr und Wasserwacht.

Hinzu kommt, dass die Kommune mit dem Vorhaben gewissermaßen in fremden Gewässern fischt. Der Karlsfelder See steht unter Oberhoheit des Landkreises in Gestalt des Erholungsflächenvereins. Deren Vertreter haben klar gemacht, dass eine Badeinsel für sie "in der Priorität an letzter Stelle" stehe.

Sie würde den Charakter des Sees von einem Natur- und Landschaftssee zudem zu einer Badeanstalt verändern, heißt es. In Folge dessen müssten strenge Auflagen erfüllt werden, insbesondere was die Badeaufsicht betrifft. Diesen Klotz will sich der Verein wohl nicht ans Bein binden.

Eleonore Haberstumpf wundert sich, warum das alles so kompliziert sein muss: "Ich sehe so viele Badeinseln in Seen." Selbst im Waldschwaigsee gibt es eine, die friedlich auf den Wellen schaukelt. Ordnungsamtsleiter Walter Stadler: "Die ist aber offiziell auch nicht angemeldet."

© SZ vom 29.10.2010/tob

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite