Karlsfeld:"Wir sind sehr happy, dass wieder gefeiert werden kann"

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Karlsfeld: Beim Siedlerfest-Einzug 2019 übernahm Christa Berger-Stögbauer die Begrüßung, 2020 und 2021 fiel das Volksfest pandemiebedingt aus.

Beim Siedlerfest-Einzug 2019 übernahm Christa Berger-Stögbauer die Begrüßung, 2020 und 2021 fiel das Volksfest pandemiebedingt aus.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Dort, wo lange das Impf- und Testzentrum am Karlsfelder See stand, findet heuer wieder das Siedlerfest statt. Festreferentin Christa Berger-Stögbauer über die letzten Vorbereitungen.

Interview von Anna Schwarz, Karlsfeld

Zweimal haben Festreferentin Christa Berger-Stögbauer, 65, und ihr Komitee das Siedlerfest schon umsonst geplant. 2020 und 2021 fiel es pandemiebedingt aus. Heuer darf wieder zehn Tage lang gefeiert werden, und zwar von 1. bis 10. Juli. Christa Berger-Stögbauer erklärt im Gespräch, warum sie die Sache gelassener angeht als die Jahre zuvor.

Frau Berger-Stögbauer, nach zwei Jahren findet das Siedlerfest wieder statt. Denken Sie, Bürgermeister Stefan Kolbe kriegt das mit dem Anzapfen noch hin?

Ja, das hat er bestimmt nicht verlernt und wird es bis 1. Juli noch daheim üben. Eins ist sicher: Wenn ich anzapfen würde, bräuchten wohl alle einen Regenschirm!

Sie kümmern sich um die Organisation des Volksfestes. Was ist für Sie heuer das Highlight?

Wie immer das Feuerwerk. Aber beim Programm war uns wichtig, dass für Jung und Alt etwas dabei ist: Ich freue mich schon auf die Brettl-Spitzen im Festzelt - und wie jedes Jahr spielen wieder die Blechblosn und Ois Easy. Außerdem tritt Mickie Krause mit seinen Ballermann-Hits auf, der kommt vor allem bei den Jugendlichen gut an.

Fiel Ihnen die Planung nach der Pandemiepause schwerer?

Manchmal musste ich tatsächlich in den alten Unterlagen nachschlagen, was alles zu tun ist: Zum Beispiel muss ich das Volksfest beim Landratsamt und das Feuerwerk bei der Gemeinde anmelden. Außerdem habe ich nachgeschaut, wen ich immer zu unserem Festzug am Samstag eingeladen habe. Dort präsentieren sich jedes Jahr die örtlichen Vereine, heuer rechnen wir wieder mit 1200 bis 1500 Teilnehmern.

Aktuell sind Sie aber ein bisschen im Verzug.

Stimmt, wir sind mit der Planung ein bisschen spät dran, weil lange nicht klar war, ob Volksfeste wieder stattfinden können. Außerdem musste das Impf- und Testzentrum auf unserer Fläche noch abgebaut und Stromkabel abgeklemmt werden. Aber jetzt läuft alles. Und der Festausschuss und ich sind natürlich sehr happy, dass wieder gefeiert werden kann. Ich gehe es auch ein bisschen gelassener an, als die Jahre zuvor und denke mir: Es kommt, wie es kommt - Hauptsache ist, das Siedlerfest findet statt.

Sie planen auch eine Aktion für ukrainische Kinder...

Ja, wir wollen, dass die Kinder auch mal einen sorgenfreien Nachmittag auf dem Volksfest verbringen können. Und überlegen, dass wir ihnen ein Volksfestsackerl schenken, zum Beispiel mit Gutscheinmarken für ein Limo, Schweinswürstl und ein paar Fahrgeschäfte.

Wie sieht der Festplatz heuer aus?

Die meisten Marktkaufleute haben die Pandemie gut überstanden, an ihren Buden gibt es sowohl griechische, italienische, aber auch bayerische Spezialitäten. Von ein paar Schaustellern habe ich leider erfahren, dass sie ihr Geschäft aufgeben mussten. Trotzdem ist natürlich einiges an Fahrgeschäften geboten - und ich freue mich vor allem für die Kinder, die während der Pandemie geboren sind, und noch nie ein Volksfest gesehen haben.

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