Karlsfeld:"Wir wollen diesem Eck am See wieder Leben einhauchen"

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Sind seit Jahren befreundet und jetzt auch Geschäftspartner: Die Wirte Christian Kronseder und Andy Le. (Foto: Christian Kronseder)

Andy Le und Christian Kronseder eröffnen demnächst das Burger-Restaurant "Fifty seven" am Karlsfelder See. Seit rund eineinhalb Jahren sanieren sie das Lokal mit Biergarten und haben das einstige Konzept komplett umgekrempelt.

Von Anna Schwarz, Karlsfeld

Statt Semmelknödel in Rahmsoße gibt es demnächst Burger und Bowls im Biergarten am Karlsfelder See: Andy Le und Christian Kronseder haben den ehemaligen "Paulaner Seegarten" in den vergangenen eineinhalb Jahren saniert und eröffnen dort Ende März ihr Restaurant "Fifty seven - Burger & Bowls". Dazu erklärt der 23-jährige Andy Le: "Wir wollen diesem Eck am Karlsfelder See wieder Leben einhauchen", schließlich war die Gaststätte im vergangenen Sommer gar nicht bewirtet und es gab nur einen Pop-up-Biergarten.

Das soll in diesem Jahr anders werden. Einigen Karlsfeldern dürften Le und Kronseder auch schon bekannt sein. Während der Pandemie im Jahr 2021 hatten sie einen Foodtruck am Bruno-Danzer-Platz, wo sie ebenfalls Burger verkauften. Auf das Lokal am See kamen sie durch Kronseders Taufpaten, Peter Brandl, der Wirt auf dem Karlsfelder Siedlerfest ist.

"Wir sind seit Jahren gut befreundet."

Für die beiden ist es ihr erstes Restaurant. Der 26-jährige Christian Kronseder aus Obermenzing hat nach dem Abitur eine Eventagentur gegründet und eine Ausbildung zum Eventkaufmann gemacht. Während der Pandemie hielt er sich mit dem Burger-Van über Wasser. Sein Geschäftspartner, der 23-jährige Andy Le aus Schwabing-Freimann, hat "Culinary Management" studiert, ein duales Studium in der Gastronomie, und war bislang Betriebsleiter eines Burger-Restaurants in München. Kennengelernt haben sich die beiden, weil Kronseder mit seiner Eventagentur den Abiball von Le organisiert hat: "Wir sind seit Jahren gut befreundet." In den vergangenen fünf Jahren haben sie auch immer wieder zusammengearbeitet, etwa in der Eventagentur oder im Foodtruck. Natürlich gebe es auch mal Streitigkeiten - zum Beispiel darüber, ob die Tür zum Nebenzimmer im "Fifty seven" aus Weiß- oder Milchglas sein soll -, aber irgendwie finde man schon einen gemeinsamen Nenner, so Kronseder.

Bis zur Eröffnung ist noch einiges zu tun: Unter anderem muss das Parkett in dem Lokal noch verlegt werden. (Foto: Toni Heigl)
So sah der Paulaner Seegarten einst aus. (Foto: Toni Heigl)

Dass sie nun ihr eigenes Lokal eröffnen, sei natürlich ein großer Schritt, erzählt er, schließlich haben sie nun Verantwortung für rund 20 Mitarbeiter und müssen die Pacht erwirtschaften, die sie an Paulaner zahlen. Andererseits sei die Vorfreude auch groß, sagt Le: "Wir hatten eine Umbau- und Vorbereitungsphase von rund eineinhalb Jahren - für uns kann es jetzt losgehen." In dieser Zeit wurden die Räume kernsaniert, alte Wasserleitungen ausgetauscht, eine neue Lüftung und Heizung eingebaut, eine Glasfront zum See geschaffen und die Inneneinrichtung ausgetauscht. Andy Le beschreibt sie als "rustikal und gleichzeitig modern".

"Es sieht gut aus, dass wir den Eröffnungstermin halten können."

Er übernimmt auch die Küchenleitung. Auf die Teller kommen klassische Burger, mit veganen Alternativen und verschiedene Bowls, außerdem gibt es eine Kaffee- und Cocktailkarte, sonntags wird ein Brunch angeboten und am Freitag und Samstag legt ein DJ auf: "Das wird aber eher in Richtung Bar und nicht in Richtung Club gehen", sagt Kronseder. An Badetagen wird auch ein Eis- und Getränkewagen um den See fahren und die Badegäste mit Steckerleis oder einer kühlen Cola versorgen.

Ihr "Fifty seven" haben die beiden übrigens nach der Postleitzahl von Karlsfeld benannt: 85757, also "8-5757". Nur einige Meter vom Burger-Restaurant wird auch Festwirt Brandl eine "Alm am See" aufstellen, eine Eventhütte, allerdings nur für geschlossene Gesellschaften.

Die Eröffnung des "Fifty seven - Burger & Bowls" ist für Dienstag, 28. März, um 11.30 Uhr geplant. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun, versichern die Wirte. Die Küche sei noch nicht angeschlossen, das Parkett müsse noch eingelassen, die Beschilderung montiert werden und mit den Lieferanten stehen noch Verhandlungen an. Aber: "Es sieht gut aus, dass wir den Eröffnungstermin halten können."

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