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Karlsfeld:Landrat zeichnet langjährige Mitarbeiter aus

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Albert Herbst und Monika Baumgartner-Schneider.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Schul- und ÖPNV-Sachgebietsleiter Albert Herbst sowie die Leiterin des Gesundheitsamts, Monika Baumgartner-Schneider, erhalten die Landkreisverdienstmedaille

Von Jacqueline Lang, Karlsfeld

Auf der Tagesordnung für die letzte Kreistagssitzung in diesem Jahr stand dieser Punkt absichtlich nicht, denn für die beiden zu Ehrenden sollte es eine Überraschung werden. Und die ist offenbar geglückt, denn die beiden Preisträger der Landkreisverdienstmedaille, Albert Herbst, Sachgebietsleiter ÖPNV und Kreisschulen, sowie Monika Baumgartner-Schneider, Leiterin des Dachauer Gesundheitsamts, waren mehr oder weniger sprachlos ob der Laudationen, die Landrat Stefan Löwl (CSU) auf die beiden langjährigen Mitarbeiter des Landratsamt hielt.

Im Jahr 1977 begann Albert Herbst seine Ausbildung beim Landratsamt und war dort seitdem in verschiedensten Positionen tätig. Seit 2004 ist er als Sachgebietsleiter sowohl für den öffentlichen Personennahverkehr wie auch für die Kreisschulen verantwortlich. "Wenn wir über Schulentwicklung im Landkreis Dachau sprechen, dann geht das nicht ohne Albert Herbst. Wenn wir über Nahverkehrsplanung sprechen, dann geht das nicht ohne Albert Herbst", lauteten sodann auch die einleitenden Worte von Landrat Löwl in seiner Rede. "Vorausdenken, die Zukunft mitgestalten", das habe Herbst schon immer gelegen, und er habe seine Ziele stets mit "Sachkompetenz, Einsatz und Effizienz" verfolgt. Über die Jahre hätte Herbst aufgrund seiner Leistungen auch immer wieder die Möglichkeit gehabt andernorts für ein höheres Einkommen tätig zu werden, so Löwl, dennoch habe Herbst dem Landkreis die Treue gehalten. Viele erfolgreiche Projekte der vergangenen drei Jahrzehnte trügen ganz unverkennbar "seine Handschrift". Zu nennen seien etwa das Busliniennetz im Landkreis oder das Kooperationsmodell mit dem Schulverband Odelzhausen, für das er die Weichen gestellt habe. "Ganz sicher würde es heute die Elisabeth-Bamberger-Schule nicht mehr geben ohne Albert Herbst", so Löwl weiter. Bei allem Engagement habe er zudem das Geld des Landkreises aber auch immer so behandelt, als ob es "sein eigenes wäre". Für diese Leistungen und Initiativen, "die den Menschen im Landkreis dienten und dienen" überreichte Landrat Löwl Herbst die Silberne Landkreisverdienstmedaille. "Mir geht es immer um die Sache", nicht so sehr um Geld und Anerkennung, sagte Herbst in seiner Dankesrede. Über die Auszeichnung freue er sich dennoch sehr.

Neben Herbst wurde auch Monika Baumgartner-Schneider für ihre Leistungen geehrt, "nicht nur, aber besonders in den vergangenen zehn Monaten". Die Ärztin leitet seit August 2019 das Dachauer Gesundheitsamt, zuvor war sie als Stellvertreterin und Fachärztin für Kinder und Jugendmedizin tätig gewesen. Seit Anfang Februar sei sie mit ihrem Team "unermüdlich und mit hohem persönlichen Einsatz sowie einer großen Verantwortung" für die Pandemiebekämpfung, sowie deren Eindämmung und Prävention zuständig- "über Wochen übrigens täglich ohne Unterbrechung und oft eben auch weit über die üblichen acht, zehn oder 14 Stunden am Tag hinaus". Sie sei dabei stets in der Lage gewesen, in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und habe sich nicht gescheut, "wichtige Entscheidungen mit immenser Tragweite verantwortungsvoll und mit Blick auf das Ganze zu treffen - und zwar nicht erst, wenn es nach reiflicher Überlegung zu spät gewesen wäre, sondern in dem Moment, wo die Entscheidung getroffen wurde", so Löwl in seiner Laudatio. Dieser weit über "jedes erwartbare Maß hinausgehende Einsatz" sei Anlass genug, ihr die Bronzene Landkreismedaille zu verleihen. Baumgartner-Schneider war ebenso wie Herbst überrascht von der Auszeichnung und hob in ihrer Rede zudem hervor, dass die Arbeit der vergangenen Monate nicht nur ihr Verdienst sei, "sondern eine Teamleistung".

© SZ vom 12.12.2020
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