Süddeutsche Zeitung

Kommunalpolitik:Junge Menschen mit vielen Ideen

Europawahl, Festival, Bücherzelle - der neue Karlsfelder Jugendrat hat viel vor.

Von Walter Gierlich, Karlsfeld

Acht junge Menschen zwischen zwölf und 21 Jahren sitzen auf den Zuschauerplätzen in der Sitzung des Karlsfelder Gemeinderates: Es sind Mitglieder des zwölfköpfigen Jugendrates, der im Januar neugewählt wurde. Sie stellen sich den Kommunalpolitikern vor, schließlich vertreten sie in den kommenden zwei Jahren die Interessen der jungen Karlsfelder.

Einst gab es schon Vertretungen für diese Altersgruppe in Karlsfeld, die sich aber wieder aufgelöst hatten. Nach langer Pause wurde 2022 erstmals wieder ein Jugendrat gewählt. Dieses Mal hatten sich 20 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl gestellt. Die nötige Stimmenzahl zum Einzug in das Gremium erhielten: Lorenz Stabl, Jakob Kaupp, Amelie Zobel, Jakob Reisky, Sana Tawaf, Jiyan Göcer, Jiayi Liang, Katharina Handl, Jonah Louis Vuksic, Annalena Addis, Tommie Ulrich und Collin Gottlob.

Jugendrat will im Mai ein Festival in Karlsfeld veranstalten

Sie haben gerade eine Klausur in Possenhofen hinter sich, berichtet der Vorsitzende Lorenz Stabl: "Dabei haben wir über Projekte diskutiert, die wir 2024 auf den Weg bringen wollen." Die angekündigte "Bücherzelle" zum Tausch von Lesestoff sei kurz vor der Fertigstellung. In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring wollen sie mehr Aktivitäten am Jugendhaus organisieren, unter anderem ein Festival im Mai. Zudem, so Stabl, möchte der Jugendrat mit Blick auf die Europawahl, bei der bereits ab 16 Jahren gewählt werden darf, in der Mittelschule aktiv werden.

Sozialreferentin Ursula Weber (CSU) lobt den bisherigen Jugendrat, der viele Projekte angestoßen habe. Sie hofft, dass der neue daran anknüpfen kann. Heike Miebach (Grüne) wünscht sich, dass Jugend- und Gemeinderat noch stärker zusammenarbeiten als bisher.

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