Rund 150 Menschen sind am vergangenen Wochenende in der Stadt Dachau auf die Straße gegangen, um ein sichtbares Zeichen für queeres Leben zu setzen. Nach den Pride-Paraden 2023 und 2024 war dies der dritte Christoper Street Day (CSD) in Dachau. Jetzt zieht die Nachbargemeinde Karlsfeld nach: Am Samstag, 12. Juli, findet hier zum ersten Mal ein CSD statt.
Unter dem Motto „Queeres Leben ist überall“ sollen mit der Parade Menschen mit vielfältiger sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität sichtbar werden, heißt es in der Ankündigung des Kreisjugendrings Dachau. Außerhalb von Großstädten seien queere Lebensrealitäten oft unsichtbar. „Mit dem CSD wollen wir einen Raum für die queere Community in Karlsfeld schaffen und zeigen: Queeres Leben gibt es auch hier.“
Der Karlsfelder CSD startet am 12. Juli um 14 Uhr am Bruno-Danzer-Platz. Nach einem „bunten Programm“ führt ein Demonstrationszug über die Lessingstraße, Hermann-Löns-Straße, Seestraße, Hochstraße, Ostenstraße, Ludwig-Thoma-Straße und Gartenstraße wieder zurück auf den Bruno-Danzer-Platz.
Eingeladen sind laut dem Orga-Team alle: „Ob alt oder jung, ob queer oder nicht: Wir freuen uns über alle, die mit uns für die Rechte von queeren Menschen auf die Straße gehen und auf der Parade mitlaufen.“ Gerade „in Zeiten des erstarkenden Rechtsextremismus“ bräuchten queere Menschen Unterstützung im Kampf gegen Anfeindung und Ausgrenzung. Deutschlandweit sehen sich Veranstalter von Pride-Paraden immer mehr queerfeindlichen Angriffen ausgesetzt. Der CSD in Gelsenkirchen musste Mitte Mai kurz vor dem Start wegen einer abstrakten Bedrohungslage abgesagt werden.

