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In der Kirche:Jazz trifft Renaissance

Auf Einladung von Kult A8 gibt es am Sonntag, 6. Mai, um 18 Uhr ein Konzert in der Kirche Sankt Florian in Wiedenzhausen mit einem ganz besonderen Duo, das sowohl Freunden der Alten Musik wie des Jazz gefallen dürfte. Die beiden "musikalischen Brüder im Geiste" Axel Wolf und Hugo Siegmeth kombinieren frühe klassische Musik mit Jazz, Laute mit Saxofon. Mit dem Programm "Flow" widmen sie sich unter anderem Werken von Claudio Monteverdi, George Gershwin, John Dowland und Miles Davis. Intensiv und frei treffen sich hier die Stile. Ohne Berührungsängste erschaffen Hugo Siegmeth und Axel Wolf kleine Meisterwerke - zeitlose Musik aus singendem Holz. In den Stücke umspielen sich zwei Instrumente, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben und doch wie aus einem Guss erklingen. In John Dowlands "Flow my Tears" aus dem Jahr 1600 lässt etwa das Tenorsaxofon die Tränen fließen, begleitet von einer Theorbe, die fast an eine Folk-Gitarre erinnert. In einem anderen Stück besingen die Saiten ebendieser Laute die Schönheit des berühmten "Girl from Ipanema". Die Akkorde der Laute wickeln das Mädchen in ein barockes Gewand, die holzig-runden Töne der Bassklarinette lassen es elfengleich schweben. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

© SZ vom 05.05.2018 / SZ
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