bedeckt München

Impfpraxis:Pandemie-Bekämpfung im Franziskuswerk

Hygienekonzepte, Testen und Impfen: Wie die Einrichtung in Schönbrunn die Verbreitung des Coronavirus eindämmen will

"Das Franziskuswerk Schönbrunn stellt die Bekämpfung der Corona-Infektion auf drei Säulen: umfangreiche Schutz- und Hygienekonzepte, Testen und Impfen", fasst Geschäftsführerin Michaela Streich die Maßnahmen gegen Coronavirus im Franziskuswerk Schönbrunn zusammen. Damit könne man auf das Infektionsgeschehen schnell und flexibel zum Schutz der Bewohner und aller Mitarbeitenden reagieren.

Während der ersten Pandemiewelle waren rund 100 Bewohner und Mitarbeiter im Franziskuswerk infiziert. Seit Jahresanfang häufen sich die Infektionen wieder, derzeit sind es rund 40 Personen. Seit Beginn der Pandemie ist die Einhaltung der AHA-Regeln laut Franziskuswerk gängige Praxis in allen Wohn-, Arbeits- und Verwaltungsbereichen. Seit einer Woche gelten zudem verschärfte Maßnahmen zum Tragen von FFP2-Masken für das gesamte Betreuungspersonal, das direkt mit Menschen mit Behinderungen arbeitet. Dazu kommen umfangreiche Schutz- und Hygienekonzepte für die verschiedenen Wohn- und Arbeitsbereiche, angefangen bei Festlegungen für die Benutzung der persönlichen Schutzausrüstung über Hygienepläne für die Quarantänestation und definierte Prozesse bei Ausbruch einer Infektionskrankheit bis hin zur Regelung der Müllabfuhr. "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sensibilisiert und achten sehr genau auf die Einhaltung aller Vorschriften in Bezug auf die Pandemie", so Streich.

Die zweite wichtige Säule sind die Testungen. Das Anfang vergangener Woche eröffnete interne Testzentrum hat eine Kapazität von bis zu 3000 Schnelltests pro Woche. "Somit können wir unseren Mitarbeiter, die sich zum Teil drei Mal die Woche pflichtweise testen lassen müssen, direkt am Arbeitsplatz testen lassen", teilt das Franziskuswerk mit. Darüber hinaus steht die Teststation allen Angehörigen, die zu Besuch kommen und Handwerkern, die Aufträge in der Einrichtung bearbeiten, offen. Zusätzlich werden Bewohnerinnen und Bewohner seit Herbst 2020 regelmäßig wöchentlich getestet.

Mit der dritten Säule hofft das Franziskuswerk, eine neue Normalität zu erreichen. "Wir empfehlen die Impfung den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie unseren Mitarbeitenden, weil wir sie als attraktive Perspektive für unsere Arbeitsbedingungen und die Gesundheit von uns allen sehen", so Streich. Deshalb starte man auch eine für die Impfung. "Wir hoffen auch, dass bis Ende März 2021 alle impfwillige Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitenden der Prioritätsstufen 1 und 2 geimpft werden können", so Streich. "Das ist für uns ein wichtiger Schritt hin zur Normalität."

© SZ vom 26.01.2021 / sz
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema