Im Karlsfelder Gemeinderat Debatte um Klimaanlage für Kindergarten

Ist die Installation einer Klimaanlage in den oberen Räumen der Kindertagesstätte an der Röntgenstraße wirklich notwendig? Diese Frage stellten die Fraktionen von CSU und Bündnis für Karlsfeld in der jüngsten Hauptausschuss-Sitzung des Gemeinderats angesichts der stattlichen Summe von 55 000 Euro, die im Haushaltsentwurf der Kommune für 2018 dafür vorgesehen ist. Weil die Räume unter einem Flachdach lägen, sei die preisgünstigere Alternative einer einfachen Lüftungsanlage "erfahrungsgemäß" nicht ausreichend, hieß es von Seiten der Verwaltung. Diese Auskunft, die das Rathaus von einer Fachfirma erhalten hatte, fand Stefan Theil (CSU) nicht weiter verwunderlich. Schließlich wolle diese lieber die teure Anlage verkaufen. Theils Fraktionsvorsitzender Bernd Wanka warnte vor unnötiger Geldausgabe, weil es nach seiner Ansicht selten so heiß sei, dass man eine Klimaanlage brauche: "Schlimmstenfalls geben wir das Geld für einen Tag im Jahr aus." Außerdem fürchtete er, damit einen Präzedenzfall zu schaffen: "Es muss uns klar sein, das wir dann Klimaanlagen für alle gemeindlichen Gebäude brauchen." Nachdem auch Mechthild Hofner (Bündnis für Karlsfeld) den Sinn einer Klimaanlage in der Kindertagesstätte angezweifelt hatte, kündigte Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) an, die Anregung aufzunehmen und das Thema noch einmal zu besprechen. Der Trauungssaal unter dem Dach des Karlsfelder Rathauses, in dem es im Sommer sehr heiß wird, bekommt übrigens eine festinstallierte Klimaanlage für etwa 5500 Euro, dazu 30 Stühle für etwa 15 000 Euro.