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Hochwasser:Karlsfelder Feuerwehr im Dauereinsatz

In Kellern, Tiefgaragen und auf Sportplätzen steht das Wasser - und die Feuerwehr muss helfen: Auch im Kreis Dachau sind die Hilfskräfte gefordert.

Die Flüsse im Landkreis sind durch den Dauerregen von Donnerstagabend bis Samstagvormittag zwar mächtig angeschwollen, aber in ihren Betten geblieben. Doch vor allem in Karlsfeld ist durch den vielen Regen der Grundwasserspiegel so hoch gestiegen, dass viele Keller und Tiefgaragen voll gelaufen sind. Von Freitagabend bis Sonntagmittag ist die Karlsfelder Feuerwehr 120 Mal wegen überfluteter Keller ausgerückt.

Der Pegel der Amper ist durch die zahlreichen Regenfälle der vergangenen Tage stark angestiegen. Auch Sportplätze und Tennisanlagen sind überflutet.

(Foto: Marco Einfeldt)

Größere Schäden habe es dabei aber nicht gegeben, sagte Sprecher Thomas Theil: "Die meisten waren vorbereitet, die haben die Sachen höher gestellt." Das Wasser habe in den meisten Fällen nur zwischen fünf und zehn Zentimeter hoch in den Kellern gestanden, lediglich in der Krenmoosstraße sei es in Einzelfällen etwas höher gestiegen.

Schwerpunkte der Überflutungen konnte Feuerwehrsprecher Theil nicht benennen, weil das Grundwasser im gesamten Gemeindegebiet durch Böden und Wände in Keller eingedrungen sei. Allenfalls könne man den Bereich an der Leinorstraße als Brennpunkt bezeichnen, weil hier besonders viele Keller betroffen seien.

Wesentlich glimpflicher ist es in Dachau mit dem Dauerregen abgegangen. In der Kreisstadt hat die Feuerwehr - wie fast immer bei stärkeren Regenfällen - die Anwohner am Gröbenbach gegen Hochwasser schützen müssen. Im Bereich der Gabelsberger- und Taubenbergerstraße, wo der Bach leicht über die Ufer getreten ist, haben Einsatzkräfte am Freitagabend eine Holzbarriere angebracht und diese mit 200 Sandsäcken gesichert. Am Samstagmorgen dann wurde die Feuerwehr zu einem überfluteten Keller in die Hermann-Böcker-Straße gerufen, der in eineinhalb Stunden leergepumpt wurde.

Am Freitag hatte die Würm noch besondere Sorgen gemacht, weil sie nahe dem Starnberger See bei Leutstetten massiv über die Ufer getreten war. Doch bis die Würm Karlsfeld und Dachau erreicht, wird unterwegs viel Wasser in Kanäle zu den Schlossparks in Nymphenburg und Schleißheim sowie zum Olympiagelände abgeleitet. Derzeit gebärdet sie sich im Unterlauf zwar fast wie ein Wildfluss, doch eine echte Hochwassergefahr bringt sie nicht.