Historikertagung Anmeldung für Symposium läuft

Das Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte befasst sich in diesem Jahr mit dem Thema "Der deutsch-sowjetische Krieg 1941-1945: Geschichte und Erinnerung im Licht neuer Forschungen". Die zweitägige Veranstaltung findet am 12. und 13. Oktober im Max Mannheimer Haus statt, die Anmeldung ist noch bis zum 1. Oktober möglich. Es geht darum, nicht nur den wissenschaftlichen sondern auch den öffentlichen Diskurs über den größten, brutalsten und opferreichsten Teilkrieg des Zweiten Weltkriegs fortzuführen und zu vertiefen. Diese Auseinandersetzung ist vor allem im zeitlichen Umfeld der sogenannten Wehrmachtsausstellung intensiv geführt worden, blieb aber im Wesentlichen auf die Debatte um deutsche Täter beschränkt und ist in den letzten Jahren ziemlich abgeebbt.

Im Dachauer Symposium 2018 werden weitere, vielfältige Perspektiven auf das Geschehen eröffnet, und zwar auf der Basis aktueller Arbeiten und unter Beteiligung kenntnisreicher deutscher und russischer Forscher. Am Ende steht eine Diskussion mit Irina Scherbakowa von Memorial, die um ihre Verdienste für die deutsch-russische Verständigung 2017 mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet wurde und deren Familiengeschichte "Die Hände meines Vaters" große Resonanz gefunden hat. Die wissenschaftliche Leitung des Symposiums hat Jürgen Zarusky vom Institut für Zeitgeschichte München und Chefredakteur der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, inne. Die Projektleitung liegt bei der Historikerin Sybille Steinbacher. Begleitend zum Symposium wird im Max-Mannheimer-Haus in der Roßwachtstraße 15 eine von der Historikerin Christina Winkler erarbeitete Ausstellung über die deutsche Besatzung in Rostov am Don gezeigt.

Anmeldung im Mannheimer-Haus unter der Telefonnummer 08131/61 77 10 oder per E-Mail an bildung@mmsz-dachau.de.