Hans Kornprobst, der von 2008 bis 2017 Bürgermeister von Hilgertshausen-Tandern war, ist vergangenen Freitag nach schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren gestorben. Die Gemeinde trauert um ihren Altbürgermeister, der wegen seiner besonnenen Art sehr beliebt war. Schon 2017 musste er sein Amt krankheitsbedingt niederlegen.
Ein besonderes Anliegen war dem gebürtigen Hilgertshausener das Zusammenwachsen der Ortsteile Hilgertshausen und Tandern, die sich seit der zwangsweisen Zusammenlegung bei der Gebietsreform in den 1970-er Jahren lange feindlich gegenüberstanden.
Kornprobst stammt aus einer örtlichen Bäckerfamilie und leitete vor seiner Wahl zum Bürgermeister 30 Jahre lang die Raiffeisen-Geschäftsstelle im Ort. 1991 trat er in die CSU ein, 2008 wurde er Bürgermeister, allerdings über die Liste der Freien Wähler Hilgertshausen. Auf Anhieb erreichte er 66,85 Prozent der Stimmen. Schon damals fielen die erstaunlich guten Werte im Ortsteil Tandern auf.
Mit fast 93 Prozent wieder gewählt
Bei der Kommunalwahl 2013 kam Kornprobst auf 92,9 Prozent, er trat allerdings ohne Gegenkandidaten an. Als die Nachricht von seinem Tod bekannt wurde, postete Landrat Stefan Löwl (CSU) auf Facebook: „Ich trauere um einen engagierten kommunalpolitischen Partner und Freund, als Bürgermeister und als Kreisrat hat er viel bewirkt und sich für seine Mitbürgerinnen und Mitbürger engagiert.“ Auch Kornprobsts Nachfolger Markus Hertlein (Wählergemeinschaft Hilgertshausen-Tandern) sprach davon, dass mit Kornprobst auch ein Stück Hilgertshausen gegangen sei.
Kornprobst hinterlässt eine Frau, drei erwachsene Kinder und sechs Enkelkinder. Die Beerdigung auf dem Friedhof von St. Ursula im Ortsteil Gumpersdorf findet nach dem Requiem in der Hilgershausener Kirche St. Stephan statt, das um 14 Uhr beginnt.

