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Hebesätze im Landkreis:Stabile Einnahmen durch Gewerbesteuer

Die boomende Wirtschaft hat im vergangenen Jahr für stabile Gewerbesteuereinnahmen in den Kommunen des Landkreises Dachau gesorgt. Das Aufkommen blieb nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr und betrug 76,6 Millionen Euro, vor Abzug der Gewerbesteuerumlage an Bund und Länder. Das berichtet die Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern. An den Hebesätzen haben die Gemeinden im vergangenen Jahr nicht geschraubt, der Durchschnitts-Hebesatz im Landkreis bleibt somit unverändert bei 326 Prozent. Dieser liegt weiter sowohl unter dem oberbayerischen (334 Prozent) und dem bayerischen (339 Prozent) Wert als auch deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt (363 Prozent). Spitzenreiter beim Gewerbesteuerhebesatz war 2018 Petershausen mit 360 Prozent. Am niedrigsten war der Hebesatz mit 300 Prozent in Bergkirchen und Sulzemoos. "Mit nachlassender Konjunktur wird die Belastung der Betriebe durch die Gewerbesteuer steigen. Deswegen ist mehr denn je das Augenmaß der Kommunen bei den Hebesätzen gefordert", ist Peter Fink, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Dachau, überzeugt. Die den Gemeinden verbliebenen Gewerbesteueranteile standen 2018 für 30 Prozent aller kommunalen Steuereinnahmen im Landkreis, im Vorjahr waren es 31 Prozent.

Gesetzlich ist den Gemeinden bundesweit ein Mindesthebesatz von 200 Prozent vorgeschrieben. Daten zu den Gewerbesteuerhebesätzen und Gemeindefinanzen werden regelmäßig vom Bayerischen Landesamt für Statistik erfasst. Die Broschüre "Gewerbesteuer in Oberbayern" der Industrie- und Handelskammer mit rechtlichen Grundlagen und allen oberbayerischen Hebesätzen für das vergangene Jahr ist unter online unter www.ihk-muenchen.de/gewerbesteuer verfügbar.

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SZ vom 26.08.2019 / SZ
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