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Hebertshausen:Umfrage zum Bedarf an einem Regionalladen

Die Möglichkeit, demnächst in einem zentral gelegenen Regionalladen einkaufen zu können, beschäftigt die Einwohner Hebertshausens. Viele sehen ein derartiges Geschäft sogar als große Chance. Das lässt sich aus den ersten Ergebnissen einer Online-Fragebogenaktion herauslesen, die der Hebertshausener Rathauschef Richard Reischl (CSU) nun vorlegte. 850 Personen haben an der Befragung teilgenommen, die erst vor knapp zwei Wochen startete. Darunter auch sechzig Menschen, die nicht in Hebertshausen wohnen - eine Zielgruppe, die Reischl durchaus wichtig war, um die Strahlkraft eines Geschäfts mit regionalen Produkten zu testen. Das heißt, dass rund 13 Prozent der 6000 Hebertshausener den Fragebogen ausgefüllt haben. Rund 60 Prozent der Antwortenden sind Frauen, der Rest Männer. Eine kleine Anzahl ordnet sich als divers ein.

Repräsentativ ist das Ergebnis jedoch nicht. Denn zwei Gruppen sind unterrepräsentiert: junge Menschen unter 21 Jahren sowie Personen, die älter als siebzig Jahre sind. Die Jungen seien vielleicht nicht die primäre Kundengruppe des Ladens, spekuliert Reischl, die Älteren hingegen auf alle Fälle. Die Online-Aktion läuft daher weiter und wird durch eine "analoge" Befragung ergänzt. Dazu schreibt das Rathaus dieser Tage alle Seniorinnen und Senioren der Gemeinde an und schickt ihnen die Umfragebögen direkt ins Haus. Der Bürgermeister erläutert: "So berücksichtigen wir, dass Senioren oft nicht digital unterwegs sind." Gerade deren Meinung sei aber wichtig, so Reischl, denn diese sollen und werden den Laden verstärkt nutzen. Das Gewinnspiel wird ebenfalls fortgesetzt. Unter allen Teilnehmern werden zehn Gutscheine zu je 50 Euro für den regionalen Einkauf in der Gemeinde Hebertshausen verlost. Die Umfrage endet am 14. Februar. Die Adresse lautet: www.soscisurvey.de/hebertshausenregional/.

© SZ vom 02.02.2021
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