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Hebertshausen:Alle unter einem Dach

Die Schützen von Germania Prittlbach erhalten im Untergeschoss des Neubaus moderne Räume.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Drei Prittlbacher Organisationen kommen in Neubau unter

Aus drei mach eins: Nach diesem Motto will die Gemeinde in Prittlbach einen Neubau errichten, den Feuerwehr, Schützenverein und Dorfgemeinschaft zusammen nutzen. Jede der Organisationen ist aktuell in einem eigenen Gebäude untergebracht, allerdings nicht gerade optimal. Denn überall besteht Sanierungsbedarf. Und das Feuerwehrhaus kann wegen verschärfter Sicherheitsvorschriften gar nicht mehr hergerichtet werden. Also nimmt die Gemeinde 1,6 Millionen Euro in die Hand und errichtet einen Neubau. Das von Planer Thomas Wallner entworfene Gebäude grenzt an den Schulgarten an, das Feuerwehrhaus wird für den Neubau abgebrochen.

Der Handlungsbedarf ist offenkundig: Das alte Schützenheim der sportlich sehr erfolgreichen Germania Prittlbach 1919 weist Risse im Mauerwerk auf. Das direkt an der Dorfstraße gelegene Gebäude ist womöglich durch die Erschütterungen bei der Straßensanierung vor Jahren in Mitleidenschaft gezogen worden. "Einsturzgefährdet ist der Bau nicht, der Aufenthalt ist sicher, aber es muss etwas geschehen", sagt Bürgermeister Richard Reischl (CSU). Zumal im Dachgebälk des Häuschens der Holzwurm sein Unwesen treibt. Das erst vor dreißig Jahren neu gebaute Feuerwehrhaus wiederum entspricht nicht mehr den aktuellen Sicherheitsvorschriften. Beide, Feuerwehrhaus wie Schützenheim, sind zudem "energetisch ein Wahnsinn, da könnte man gleich einen Ofen im Freien aufstellen", sagt Reischl. Der Dritte im Bunde, die Dorfgemeinschaft, nutzt bisher das Erdgeschoss im alten Schulhaus, das der Gemeinde gehört. Das läuft nicht immer reibungslos, weil die obere Etage als Wohnung vermietet ist.

Nun soll deshalb ein Neubau mit zwei Trakten, verbunden mit einem gläsernen Entree, allen Organisationen moderne Räume verschaffen. Im kleineren Flügel werden zwei Fahrgassen für Feuerwehrfahrzeuge mit Umkleiden für die Mannschaft Platz finden. Im zweiten Flügel liegt ein Mehrzweckraum, Küche und Sanitäranlagen. Die Schießstände samt Zuschauerraum sind im Untergeschoss geplant. Unter dem Dach gibt es noch einen Schulungsraum. Dieses Konzept hat der Gemeinderat einstimmig gebilligt. Die Verwaltung wird nun bis Herbst die Finanzierung klären, 2019 könnten die Bauarbeiten beginnen.

© SZ vom 04.05.2018 / pes
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