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Hans Litten (Mitte) beim Felseneck-Prozess im August 1932: Er verteidigt Bewohner der Laubenkolonie "Felseneck", die von SA-Männern überfallen und brutal zusammengeschlagen worden waren.
Hans Litten (Mitte) beim Felseneck-Prozess im August 1932: Er verteidigt Bewohner der Laubenkolonie "Felseneck", die von SA-Männern überfallen und brutal zusammengeschlagen worden waren. ullstein bild via Getty Images

Der junge Strafverteidiger Hans Litten nahm Adolf Hitler ins Kreuzverhör. Dafür bezahlte er in Dachau mit dem Leben. Jetzt zeigt die KZ-Gedenkstätte ein Theaterstück über den mutigen NS-Gegner.

Von Benjamin Stibi, Dachau

Am 8. Mai 1931 drängen sich Hunderte Schaulustige vor dem Kriminalgericht Berlin-Moabit. Drinnen muss an diesem Tag ein bekannter Zeuge aussagen: der "Schriftsteller Adolf Hitler", so vermerkt es das Sitzungsprotokoll. Im sogenannten Edenpalast-Prozess sind mehrere SA-Leute wegen versuchten Totschlags, Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Sie haben einen Arbeiter-Treff angegriffen und drei Gäste durch Schüsse verletzt. Die Opfer treten in dem Prozess als Nebenkläger auf, der erst 27-jährige Hans Litten lässt sich als ihr "Armenanwalt" beiordnen.

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