Nach dem BusunglückHaimhausener sammeln Spenden für Unfallopfer

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An dem Leid der betroffenen Familien nehmen viele Haimhausener Anteil: Kerzen und eine gemalte Karte am Altar der Kirche Sankt Nikolaus nach dem schweren Busunglück.
An dem Leid der betroffenen Familien nehmen viele Haimhausener Anteil: Kerzen und eine gemalte Karte am Altar der Kirche Sankt Nikolaus nach dem schweren Busunglück. Niels P. Jørgensen

100 000 Euro wollen die Initiatoren für die betroffenen Familien sammeln. Für manche von ihnen ist gar nicht absehbar, welche Folgen der Unfall noch nach sich zieht.

Von Gregor Schiegl, Haimhausen

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Nach dem schweren Busunglück bei Ampermoching ist die Hilfsbereitschaft in Haimhausen groß. Für die betroffenen Familien laufen derzeit zwei Spendenaktionen. Bis Mittwoch kamen nach Angaben auf den Spendenseiten mehr als 87 000 Euro zusammen. Das Spendenziel beider Aktionen beläuft sich auf insgesamt 100 000 Euro.

Bei dem Unfall waren kurz vor Ampermoching ein Linienbus und ein Reisebus zusammengestoßen, in dem Zweitklässler der Grundschule Haimhausen saßen. Ein siebenjähriger Schüler kam ums Leben. Zwei weitere Schüler sowie eine Lehrerin wurden schwer verletzt.

Eine der beiden Aktionen ist für die Angehörigen des verstorbenen Kindes bestimmt, die andere für die Schwerverletzten und ihre Familien. Auf der Spendenseite für die Familie heißt es, der Aufruf solle „in Abstimmung mit der Familie“ dazu beitragen, die Angehörigen finanziell zu entlasten. So solle sich die Familie auf das konzentrieren können, was nun wesentlich sei: „Abschied zu nehmen, zu trauern und füreinander da zu sein.“

Mehr als 2000 Menschen haben bereits gespendet

Nach Angaben auf der Plattform sind bereits mehr als 2000 Einzelspenden eingegangen. In dem Aufruf für die Verletzten heißt es, die langfristigen Folgen des Unglücks seien für viele Betroffene noch nicht absehbar. Mit dem Geld sollen unter anderem Therapien und weitere Hilfen finanziert werden, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Genannt werden auch mögliche Kosten durch längere Krankenhausaufenthalte, Reha-Maßnahmen, zusätzlichen Betreuungsbedarf oder Verdienstausfälle.

Die Spendengelder sollen nach Rücksprache mit den Familien entsprechend dem jeweiligen Bedarf verteilt werden. „Unser Ziel ist es, dort zu helfen, wo die Unterstützung am dringendsten benötigt wird.“ Als Initiator ist auf beiden Spendenseiten die „Dorfgemeinschaft von Haimhausen“ genannt. In dem kleinen Ort im Landkreis Dachau leben etwas mehr als 5000 Menschen. Beide Spendenaktionen laufen über die Plattform GoFundMe.

Zu finden sind die Links zu den Spendenaktionen für die Familie des verstorbenen Jungen unter www.gofundme.com/f/spendenaktion-zur-unterstutzung-von-theodors-familie, für die Schwerverletzten unter www.gofundme.com/f/unterstutzung-der-schwerverletzten-des-busunglucks.

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