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Haimhausen:Spallek lehnt beide Trassen-Vorschläge ab

War sie auf der Podiumsdiskussion der Haimhauser Bürgermeister-Kandidaten beim Thema Hochleitungs-Stromtrasse noch wenig konkret, hat die Grünen-Bewerberin Sabrina Spallek nun in einer Stellungnahme ihre Haltung verdeutlicht. "Selbstverständlich findet die Nordtrasse weder meine Unterstützung, noch die des Ortsverbandes der Grünen." Niemand könne diese Megatrasse vor seiner Haustür wollen, niemand dürfe akzeptieren, "dass hier über unsere Köpfe hinaus in die Planungshoheit unserer Gemeinde eingegriffen wird", so Spallek. Eine deutliche Ablehnung der Nordtrasse führe in der aktuellen Diskussion zur "stillschweigenden Zustimmung für die Südtrasse". Und dem könne sie sich nicht anschließen.

"Mit der ganz klar abzulehnenden Nordtrasse, darf keinesfalls davon abgelenkt werden, was für eine Umweltsauerei eine mögliche Südtrasse mit sich bringt und die Situation der Menschen im Inhauser Moos nur scheinbar verbessert, " schreibt die Kandidatin weiter. Die Planung laufe durch schützenswertes Moosgebiet und einige Hektar Bäume würden abgeholzt. Die Firma Tennet habe selbst bei der Infoveranstaltung in Haimhausen gesagt, dass es nicht zum Leistungsumfang des Trassenbaus gehöre, der Bodenverdichtung entgegen zu wirken oder diesen gewaltigen Eingriff in die Landschaft zu kompensieren. Und: Im Blickfeld, wenn auch weiter weg vom Kernort, ist die Südtrasse trotzdem noch. Deshalb, so Spallek, noch einmal ganz klar: "Beide Trassenvorschläge sind inakzeptabel." Haimhausen sei nicht die einzige Kommune, die betroffen ist. Eine Interessengemeinschaft für Haimhausen sei gut, reiche aber nicht aus. Spallek: "Wir müssen uns mit den anderen Kommunen zusammentun, um gemeinsam genug Öffentlichkeit zu erzeugen, dass hier noch einmal alles auf Null gesetzt wird."

© SZ vom 29.01.2020 / rk

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