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Haimhausen:Lob für die Näherinnen

Die Haimhauser haben viel gespendet für ihre Masken.

(Foto: oh)

7500 Euro hat die Maskenaktion der Bürgerstiftung eingebracht

Von Rudi Kanamüller, Haimhausen

Tausende Stiche für einen guten Zweck: Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen kehrt nach wochenlangem Homeoffice und "Distance Schooling" auch bei den Haimhausern wieder ein Stück Normalität zurück. Aus diesem Grund haben die ehrenamtlichen Näherinnen ihre Produktion von selbst genähten Behelfsmasken jetzt zurückgefahren. Bürgermeister Peter Felbermeier bedankte sich im Namen der Gemeinde beim fleißigen Nähteam "für dieses großartige ehrenamtliche Engagement". Das Nähteam um Koordinatorin Irene Zotz habe "Unglaubliches geleistet," lobte Felbermeier.

Verbunden mit der Maskenherstellung war eine freiwillige Spendenaktion für die Haimhauser Bürgerstiftung. Jeder sollte das geben, was ihm die Maske wert sei. "Wir wollten damit ein Zeichen setzen, um die tägliche Arbeit der Frauen anzuerkennen und wertzuschätzen", so der Rathauschef. Auch Ernst Ewald, Geschäftsstellenleiter der Sparkasse Haimhausen ist der Meinung: "Der selbst genähte Mund-Nasenschutz war eine tolle Aktion. Nur wenn man gemeinsam an einem Strang ziehe, könne man immer etwas Gutes bewirken; egal ob dies in Zeiten der Pandemie oder in ganz normalen Zeiten geschehe."

Vor knapp 10 Jahren wurde die Bürgerstiftung Haimhausen ins Leben gerufen. Seitdem hat sie viele positive Entwicklungen im Ort unterstützt. Die Maskenaktion hat in nur acht Wochen 7500 Euro für die Stiftung generiert.

Der Aufruf von Bürgermeister Felbermeier Ende März, für den Ort Mund- und Nasenschutzmasken als Alternative zu nähen, stieß bei einigen Bürgerinnen sofort auf große Resonanz. Um die Aktion der Eigenproduktion voranzutreiben, übernahm die Gemeinde die Kosten für die Nähutensilien wie Nadeln, Fäden und Bänder. Um das Ansteckungsrisiko zu verringern, sei die Erstversorgung besonders wichtig gewesen. Die Behelfsmasken wurden an Senioren, Mitglieder der Risikogruppe sowie an diverse Einrichtungen wie Pflegedienste, Arztpraxen und an die Einsatzkräfte der Feuerwehr verteilt. In den letzten Wochen haben die fleißigen Maskenschneiderinnen rund 6500 kreative Masken genäht und 4500 Stück an die Einwohner ausgegeben. Übrig gebliebene Masken aus Baumwollstoff wurden erst einmal eingelagert. An der Aktion beteiligten sich neben den örtlichen Banken die Bäckerei Polz, die Betreiber der Tankstelle, der Dorfladen/Post und das Schuhgeschäft Westermaier. Sie alle haben die bunten Masken ausgelegt. Die Haimhauser, so die Gemeinde, hätten wieder einmal bewiesen, dass das Ehrenamt am Ort einen hohen Stellenwert habe, und dass man nicht nur in guten, sondern auch in Krisenzeiten zusammenhalte.

© SZ vom 17.06.2020

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