Gemeindepartnerschaft:Der Karlsfelder See auf Reisen

Malwettbewerb stößt auf große Resonanz

Von Christiane Bracht, Karlsfeld

Die Partnerschaft mit Muro Lucano lebt - auch in der Fantasie der Kinder. Da reist kurzer Hand der Karlsfelder See mal nach Süditalien und legt sich auf den Berg. Die Häuserkette, die sonst dort zu sehen ist, macht schnell Platz und gesellt sich drumherum. Die für Muro Lucano so markante Brücke hüpft einen Hügel weiter. Vizebürgermeister Stefan Handl (CSU) lacht: "Eine schöne Idee, dass der See mal einen Ausflug macht." Er ist fasziniert von der Fantasie der Karlsfelder Grundschüler und von der Begeisterung, mit der sie Bilder von der Partnerstadt gemalt haben. "Die Kinder haben sich wirklich angestrengt. Das sieht man", sagt er. 1000 Einsendungen hat die Gemeinde auf die Ankündigung, einen Malwettbewerb anlässlich des zehnjährigen Partnerschaftsjubiläums zu veranstalten, erhalten. Der Grund für die große Resonanz: Die beiden Schulen haben die Partnerschaft in den Klassen thematisiert.

Die Lehrer machten den Schülern, anders als die Gemeinde, allerdings konkrete Vorgaben: So hat eine Klasse im Stil von Paul Klee gearbeitet und die Stadt in kubistische Formen eingeteilt. Eine andere Klasse hat sich wohl Friedensreich Hundertwasser zum Vorbild genommen und die Verschiedenartigkeit der bunten Häuser dargestellt. Andere haben erst den Hintergrund gemalt und dann Häuser ausgeschnitten und draufgeklebt. Auf diese Weise sind auch Gemeinschaftswerke entstanden, die die Jury extra prämiert hat.

Malwettbewerb

Ein Kinderwerk, das sich Friedrich Hundertwasser zum Vorbild genommen hat.

(Foto: N.P. Jørgensen)

"Es war schwierig die schönsten Bilder auszuwählen", gesteht Handl. "Wir haben den ganzen Boden ausgelegt, immer mit einer Jahrgangsstufe und dann lange diskutiert." Die Jury bestand aus Mitgliedern des Gemeinderats und des Kunstkreises. Schnell war klar, dass es mehrere Preise geben muss, denn die Bilder der kleineren Kinder sind mit denen der größeren nur schwer vergleichbar. 308 Kunstwerke hängen nun im Atelier des Kunstkreises. Für jedes hat Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) zwei Kugeln Eis spendiert. Die Gewinner bekamen zudem einen Hallenbadbesuch, ein Pizzaessen oder einen Einkaufsgutschein. Stolz präsentierten die Kinder Mama, Papa, Oma und Opa ihr Bild in der Galerie. "Sonst haben die Künstler des Kunstkreises während der ganzen Ausstellungszeit nie so viele Besucher", sagt Handl. An diesem Samstag und Sonntag, 10. und 11. Juli, können die Kinderkunstwerke noch einmal von 14 bis 18 Uhr bewundert werden. Dann sollen sie nach Italien geschickt werden.

© SZ vom 10.07.2021
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