Geflügelpest„Es scheint, dass wir glimpflich davonkommen“

Lesezeit: 1 Min.

Weitere Untersuchungen von Tieren im betroffenen Gebiet des Landkreises waren negativ.
Weitere Untersuchungen von Tieren im betroffenen Gebiet des Landkreises waren negativ. Niels P. Jørgensen

Nach dem Fund eines infizierten Tiers in Wiedenzhausen gibt das Landratsamt Dachau jetzt eine erste Entwarnung.

Die Geflügelpest scheint sich im Landkreis Dachau nicht weiter auszubreiten. Nachdem vor rund zwei Wochen auf einem Hof in Wiedenzhausen bei Sulzemoos ein mit dem Virus infiziertes Tier festgestellt worden war, gibt das Landratsamt jetzt eine erste Entwarnung. Weitere Untersuchungen von Nutztieren und Wildvögeln in einem Umkreis von zehn Kilometern um Wiedenzhausen seien negativ ausgefallen, so die Kreisbehörde. Landrat Stefan Löwl (CSU) sagte: „Es scheint, dass wir glimpflich davonkommen.“

Trotz der positiven Entwicklung müssen Geflügelhalter gemäß gesetzlicher Vorgaben ihre Tiere noch mindestens bis zum 13. April in Ställen einsperren. Diese sogenannte Aufstallungspflicht entfällt nur, wenn es bis dahin zu keinem weiteren Ausbruch im Bestand kommt. Das Veterinäramt Dachau bittet alle Betreiber von Geflügelhöfen, weiterhin konsequent vor Betreten des Stalls Kleidung und Schuhe zu wechseln sowie die Schädlingsbekämpfung fortzuführen. Zudem müssten Auffälligkeiten, welche dem Krankheitsbild der Geflügelpest entsprechen, umgehend gemeldet werden.

Die Geflügelhalter hätten durchweg kooperiert

Landrat Löwl dankte Mitarbeitenden des Veterinäramtes sowie Einsatzkräften von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk, die bei den Kontrollen der betroffenen Betriebe unterstützt haben, für ihren Einsatz. Insgesamt seien 400 Geflügelhaltungen untersucht worden, so Löwl. In kürzester Zeit sei dafür in Hebertshausen ein Logistikzentrum mit Desinfektionsbereich eingerichtet worden. Auch die Geflügelhalterinnen und -halter in den Überwachungszonen hätten durchweg kooperativ mitgewirkt.

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest hatte das Veterinäramt alle registrierten Geflügelhaltungen im Landkreis Dachau per E-Mail informiert. Gleichwohl würden nicht von allen Geflügelhaltern aktuelle Kontaktdaten, insbesondere E-Mail-Adressen, vorliegen, heißt es in einer Pressemitteilung. Für eine schnelle Information im Ernstfall sei dies jedoch entscheidend. Jede Geflügelhaltung müsse an drei Stellen gemeldet werden: beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dem Veterinäramt und der bayerischen Tierseuchenkasse.

© SZ/thra - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Erinnern mit Bildern
:Die Biografie eines Dachauer KZ-Häftlings als Comic

Die Graphic Novel „Ein Überleben lang“ erzählt vom Grauen im Konzentrationslager Dachau. Der Comic, der auf Aufzeichnungen eines Überlebenden basiert, richtet sich vor allem an Jugendliche.

SZ PlusVon Thomas Radlmaier

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: