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Für Dachauer Forum:Kleiner Beitrag statt große Spende

Pfaffenhofen unterstützt das Dachauer Forum nur mit 50 Euro

Das Dachauer Forum wird künftig von der Gemeinde Pfaffenhofen an der Glonn unterstützt. Allerdings nicht mit den von den Geschäftsführern Anton Jais und Annerose Stanglmayr erhofften 500 Euro, sondern nur mit 50 Euro. Dafür ist der Beitrag aus Pfaffenhofen kein einmaliger, sondern einer, der von 2019 an bis 2023 jedes Jahr bezahlt werden soll. Die katholische Bildungseinrichtung hatte Bürgermeister Helmut Zech (CSU) im Oktober um einen Zuschuss gebeten.

Der Betrag soll die Forumsarbeit im kommenden Jahr unterstützen, in dem die Einrichtung ihren 50. Geburtstag begeht. So plant das Forum für 2019 eine Vielzahl von Veranstaltungen, die sich mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Region beschäftigen. Darüber hinaus wird aber auch das ständig laufende Angebot weiterhin stattfinden, wie zum Beispiel das Eltern-Kind-Programm.

Die Gemeinderäte diskutierten heftig über die Bitte der Geschäftsführer. Schon Zech und seine Verwaltung standen ihr kritisch gegenüber. Der Rathauschef schlug dem Gremium zwei Alternativen vor: eine jährliche Spende von besagten 50 Euro oder aber eine komplette Ablehnung der Bitte. Zech erklärte, dass das Dachauer Forum in den vergangenen Jahren weder von der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft mit Odelzhausen und Sulzemoos noch von der Gemeinde Pfaffenhofen Geld erhalten habe. Stattdessen spende die Kommune jährlich 60 Cent pro Einwohner an die Volkshochschule Odelzhausen, heuer zahlte Pfaffenhofen insgesamt 1258,60 Euro.

Der Bürgermeister warnte vor der "Präzedenzwirkung", falls die Kommune sich spendabel zeige, und befand den Betrag von 500 Euro als "relativ hoch". Er traf damit im Gemeinderat auf offene Ohren. Marianne Steinhart (CSU) lehnte jegliche Unterstützung ab mit der Begründung: "Wenn bei uns Veranstaltungen des Dachauer Forums stattfinden, muss man schließlich Eintritt zahlen." Ebenso sah es Bernhard Naßl (CSU/Parteifreie): "Meine Frau nimmt am Eltern-Kind-Programm in Odelzhausen teil und muss dafür auch zahlen." Der Kurs umfasst laut Forums-Homepage 18 zweistündige Termine, die Gebühren betragen dafür je nach Gruppengröße 99 Euro oder 108 Euro.

Naßl sprach sich gegen jeden Zuschuss aus. Einzig Vizebürgermeister Harald Mang (AWG) machte sich für das Forum stark und schlug eine jährliche Spende von 200 Euro vor. Kein einziges Gremiumsmitglied schloss sich seinem Vorschlag an. Für den 50-Euro-Obolus stimmten schließlich sechs Gemeinderäte, darunter auch Zech und Mang. Fünf Ortspolitikern erschien dieser Betrag noch zu hoch.