Flughafen: Protest gegen Startbahn "Aufgemuckt" schreibt Seehofer

Die Gegner der dritten Flughafen-Startbahn wenden sich an Bayerns Ministerpräsidenten - und erinnern Horst Seehofer an ein Versprechen.

Von Kerstin Vogel

Das Aktionsbündnis "Aufgemuckt" hat die jüngste Landtagsdebatte zur dritten Startbahn zum Anlass genommen, sich an Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer zu wenden.

Protest in Wildbad Kreuth gegen die dritte Startbahn des Münchner Flughafens.

(Foto: dpa)

Die Aussage von Staatssekretär Franz Josef Pschierer, für die Staatsregierung sei "eine dritte Startbahn unverzichtbar", habe die Bürgerinitiativen "sehr erstaunt", heißt es in dem von Bündnissprecherin Helga Stieglmeier unterzeichneten Brief.

Er, Seehofer, habe den Startbahngegnern in zwei "sehr offenen Gesprächen" zwei Mal zugesichert, dass er das Ende des Planfeststellungsverfahrens "ergebnisoffen" erwarte, den Planfeststellungsbeschluss noch einmal mit den Startbahngegnern diskutieren und erst dann zu einer politischen Entscheidung gelangen werde. Stieglmeier: "Sie verstehen sicher, dass diese Aussage unser Vertrauen in die politisch Verantwortlichen erschüttert und bitten Sie um eine Stellungnahme."

Für den Fall, dass die Regierung von Oberbayern sich gegen eine weitere Erörterung entscheidet, plant "Aufgemuckt" Protestaktionen vor dem Regierungsgebäude. "Diese Missachtung von 25000 Einwendern werden wir nicht widerspruchslos hinnehmen", so Bündnissprecherin Helga Stieglmeier.