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Feuerwehr:Erdbebenhilfe für Kroatien

Erdbeben in Kroatien

Auch der Landkreis Dachau beteiligt sich am Hilfstransport der bayerischen Feuerwehren.

(Foto: Kreisbrandinspektion Dachau)

Landkreis beteiligt sich an Aktion der bayerischen Feuerwehren

Kurz vor dem Jahreswechsel, am 29. Dezember 2020 ereignete sich in Kroatien ein schweres Erdbeben. In der Folge leisteten die Nachbarstaaten aber auch die EU bereits schnelle Hilfe für die betroffene Bevölkerung. Insbesondere in den ländlichen Gebieten des Landkreises Sisak-Moslavina ist die Not groß - es wurden auch Feuerwehrgerätehäuser beschädigt oder zerstört. Nach Rücksprache mit dem kroatischen Feuerwehrverband werden besonders Schutzkleidung für Feuerwehrleute, tragbare Leitern, sowie Beleuchtungsgeräte (einschließlich Stromerzeuger) für die örtlichen Feuerwehren gebraucht, um deren Einsatz wieder in vollem Umfang zu ermöglichen. Der Landesfeuerwehrverband Bayern hat nach Rücksprache und mit Unterstützung des bayerischen Innenministeriums eine Abfrage bei allen bayerischen Feuerwehren durchgeführt, um ausgesonderte, aber noch brauchbare Ausrüstungsgegenstände für die kroatischen Feuerwehren zu ermitteln. Die Resonanz war überwältigend; rund 300 Freiwillige Feuerwehren haben insgesamt 15 000 Einzelteile angeboten. Daraus wurde ein 22 Fahrzeuge umfassender Transportkonvoi zusammengestellt, der am Montag frühmorgens nach Kroatien in die Stadt Sisak aufbrach. Die Rückfahrt ist nach einer Übernachtung in Zagreb an diesem Dienstag geplant.

Auch die Feuerwehren im Landkreis Dachau beteiligen sich an der Hilfsaktion. Die letzten Tage wurde in Kroatien dringend benötigtes Gerät wie Stromerzeuger, Beleuchtungsmaterial und Leitern sowie Schutzkleidung in Indersdorf gesammelt, wo am Samstag die Verladung der Ausrüstungsgegenstände erfolgte. Zwei Fahrer der Feuerwehr Dachau sind mit einem Wechselladerfahrzeug samt Anhänger unterwegs nach Kroatien.

Eine besondere Herausforderung für die Fahrer des Konvois ist die aktuelle Corona-Lage. Da Kroatien als Risikogebiet eingestuft ist, besteht ein verschärftes Hygienekonzept. Dazu gehören auch Corona-Tests unmittelbar vor der Abfahrt sowie bei der Wiedereinreise.

© SZ vom 12.01.2021 / SZ
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