Auffällig still ist es um Claudia Roths (Grüne) Reformpläne für die deutsche Erinnerungspolitik geworden. Das mag dem Bruch der Ampelkoalition im November geschuldet sein. Andererseits: Nach monatelangem Streit, der ein großes Medienecho fand, hat die Kulturstaatsministerin (BKM) doch ihre Kritiker befriedet. Das bestätigt Roths Sprecher im Dezember auf Anfrage erneut. Leiter der KZ-Gedenkstätten hatten Roth „Geschichtsrevisionismus“ und eine „Verharmlosung der NS-Verbrechen“ vorgeworfen, weil sie die kolonialen Verbrechen in den Entwurf zur neuen Gedenkstättenkonzeption des Bundes aufnehmen wollte. Auch die Kritiker sind nun auffallend zurückhaltend, erklären, dass sie eigentlich nichts sagen dürften, einige tun es dann doch, ein wenig zumindest.
Erinnerungspolitik„Die Shoah muss Priorität haben“
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Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat für ihr neues Gedenkstättenkonzept viel Kritik einstecken müssen. Nach der Überarbeitung des Papiers hat sich die Aufregung gelegt, der Zentralrat der Juden sieht die Pläne aber weiter skeptisch.
Von Helmut Zeller, Dachau
