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Engagement für junge Menschen:In die Jugend investieren

Sehr beliebt sind die Ferienaktivitäten, bei denen die teilnehmenden Kinder, wie hier auf dem Erlebnistag im Bauernhof Sedlmair, viel Spaß haben.

(Foto: Gemeinde Schwabhausen)

Basketballtraining, Mädchengruppe, Ferienprogramm: Die Gemeinde Schwabhausen bietet dem Nachwuchs beständig Aktivitäten an - und erhöht damit die Attraktivität der Kommune

Die Gemeinde Schwabhausen gehört zu den Kommunen, die schon vor Jahren die Notwendigkeit guter Jugendarbeit erkannt haben. Das wirkt sich offensichtlich positiv aus: "Wir haben im Großen und Ganzen keine Probleme mit den Jugendlichen in Schwabhausen", sagte Bürgermeister Josef Baumgartner in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, in der die Jugendreferenten Dieter Rubner und Martina Purkhardt sowie die Jugendarbeiterinnen Agnes Kokai und Luzia Imgrund über die Aktivitäten der gemeindlichen Jugendarbeit berichteten.

"Die Jugend stellt uns immer wieder vor Herausforderungen", sagte Dieter Rubner in seinem Bericht. Schließlich habe man es mit dem steten Wechsel der betreuten Kinder und Jugendlichen immer wieder "mit einem neuen Klientel zu tun". Das wohl wichtigste in der Jugendarbeit sei deren "Beständigkeit". Und die, sagt Rubner, "hat bei uns einen Namen: Agnes Kokai". Dabei sei Kokai, die seit fünf Jahren in Schwabhausen als Jugendarbeiterin tätig ist, durchaus auch offen für Veränderungen: "Sie scheut sich nicht, auch Neues anzupacken". Kokai und ihre Mitarbeiterin Luzia Imgrund nähmen an Qualifizierungsmaßnahmen und Fortbildungen teil - auch dies bilde einen wichtigen Teil der von ihnen geleisteten guten Arbeit.

Das Jugendzentrum der Gemeinde bezeichnete Rubner als die "prägende Einrichtung in Schwabhausen". Von steigenden Zahlen im JUZ berichtete Agnes Kokai ebenso wie Rubner. Am Freitagnachmittag sei das JUZ manchmal geradezu "überbesucht" von 30 und mehr Kindern und Jugendlichen. Außer in Schwabhausen selbst gibt es gut besuchte Jugendgruppen auch in Arnbach und Oberroth, außerdem eine reine Mädchengruppe in Schwabhausen und immer donnerstags einen Kindertreff, zu dem zwischen 20 und 25 Buben und Mädchen kommen. Zum Basketballtraining treffen sich dienstags regelmäßig zwischen 10 und 15 Kinder und Jugendliche.

Dazu kommt ein breites Ferienprogramm der Gemeinde. Derzeit laufen die Anmeldungen für die Oster- und Pfingstferien, teilte Kokai im Gemeinderat mit; viele Aktivitäten seien allerdings schon ausgebucht. Momentan sei man bei der Zusammenstellung eines "sehr spannenden" Programms für die Sommerferien.

"Prävention, Vernetzung Förderung" nannte Martina Purkhardt als wichtige Ziele der gemeindlichen Jugendarbeit. Neu seien Angebote mit dem Ziel der Suchtprävention oder der Aufklärung über die Gefahren der Handynutzung. Auch die Zusammenarbeit mit der Grundschule würde intensiviert, so etwa mit dem Projekt "Sportunterricht mal anders" oder dem Gewaltpräventionsprojekt "Pack ma's" in den dritten und vierten Klassen. Für Jugendliche, die in eine Berufsausbildung starten wollen, wird am 13. Mai eine Fahrt zur Jobmesse nach Dachau angeboten.

"Unsere Jugendarbeit spielt eine große Rolle bezüglich der Attraktivität unserer Gemeinde", sagte Martina Purkhardt abschließend und betonte dabei auch die wichtige Arbeit, die hier die Vereine leisteten. Wie Rubner verwies sie auf die Bedeutung der Friedrich-Schiedel-Stiftung, die einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Jugendarbeit in Schwabhausen leistet. Agnes Kokai dankte für die insgesamt "sehr große Unterstützung", die ihre Arbeit in der Gemeinde erhalte.

© SZ vom 06.04.2017

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