Landkreis Dachau:Ein akrobatischer Balanceakt

Lesezeit: 4 min

Landkreis Dachau: Svenja Stronzik gewann bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Grenoble die Bronzemedaille der U21 mit ihrer Einzelkür im Freestyle-Einrad.

Svenja Stronzik gewann bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Grenoble die Bronzemedaille der U21 mit ihrer Einzelkür im Freestyle-Einrad.

(Foto: Toni Heigl)

Die 21-jährige Dachauerin Svenja Stronzik ist ein Ausnahmetalent im Einradsport. Sie erzählt von den Hürden und Vorzügen, Profi einer Randsportart zu sein.

Von Carlotta Böttcher, Dachau

Svenja platziert ihren großen Zeh auf der Radgabel ihres Einrads. Die horizontale Fläche der Gabel ist ungefähr drei mal vier Zentimeter groß - ziemlich klein also. Darauf passt gerade so der große Zeh ihres linken Fußes. Der rechte Fuß ragt nach oben, die Beine spreizen sich zu einem vertikalen Luftspagat. Den Oberkörper beugt Svenja nach vorne, nah an ihrem linken Bein entlang. Konzentriert blickt sie auf ihre linke Hand, die das Einrad anschiebt. Der knapp danebenstehende Fuß darf das Rad nicht berühren, sonst würde er bremsen. Die rechte Hand am Sattel sorgt währenddessen für Halt, sofern man davon noch sprechen kann, in einer so wackeligen Lage. Svenja kann in dieser Position fünf bis acht Sekunden lang fahren. Dann stellt sie beide Füße beziehungsweiße große Zehen auf die Gabel und schiebt das Rad kopfüber mit beiden Händen an. "So kann ich durch die ganze Halle fahren, wird nur irgendwann ziemlich unbequem", sagt sie.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Mature woman with eyes closed on table in living room; Mental Load Interview Luise Land
Gesundheit
»Mental Load ist unsichtbar, kann aber krank machen«
Young man have bath in ice covered lake in nature and looking up.; Kaltwasserschwimmen
Gesundheit
"Im kalten Wasser zu schwimmen, ist wie ein sicherer Weg, Drogen zu nehmen"
We start living together; zusammenziehen
Beziehung
"Die beste Paartherapie ist das Zusammenleben"
Geschwisterbeziehungen
Geliebter Feind
Datenschutz
Staatliche Kontrolle durch die Hintertür
Zur SZ-Startseite