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Ehrenamt:Die Bedürfnisse der Menschen im Blick

Normalerweise sei sie mit ihren Besuchen in Kreisverbänden restriktiv, so Gerda Hasselfeldt, aber für Dachau mache sie eine Ausnahme.

(Foto: Toni Heigl)

Beim Neujahrsempfang lobt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt das Engagement des Dachauer Kreisverbands

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes und ehemalige CSU-Bundestagsabgeordnete Gerda Hasselfeldt hat den Neujahrsempfang des Dachauer Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) besucht. Der Empfang fand mit vielen Ehrengästen im festlichen Rahmen im Rotkreuzhaus statt. Anwesend waren auch Bezirkstagspräsident Josef Mederer (CSU), Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) und der stellvertretende Landrat Helmut Zech (CSU) sowie die Vizepräsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes Brigitte Meyer.

Der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath nutzte die Gelegenheit, um allen Mitarbeitenden, vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern sowie den befreundeten Blaulichtorganisationen zu danken. "Ohne Sie könnten wir diese Kraft nicht auf die Straße bringen", so der Landtagsabgeordnete. Gerda Hasselfeldt betonte in ihrer Begrüßung, dass sie mit Besuchen in Kreisverbänden grundsätzlich "restriktiv" umgehe, aber für Dachau mache sie eine Ausnahme: "Den großartigen Empfang, den mir das BRK Dachau zu meiner Wahl als Präsidentin im Dezember 2017 bereitet hat, habe ich nicht vergessen", so Hasselfeldt.

Der Kreisverband Dachau habe sich in den letzten Jahren Alleinstellungsmerkmale erarbeitet, sagte sie. Zum einen durch die wachsende Kinderbetreuung mit mittlerweile 13 Einrichtungen im Landkreis, deren Aufgaben in der Gesellschaft nicht hoch genug einzuschätzen seien. Zum anderen durch die enge Freundschaft zum Roten Kreuz in der Ukraine. Seit drei Jahrzehnten unterstützt die Auslandshilfe des BRK Dachau die Ukraine mit Hilfsgütertransporten. Das vor drei Jahren gegründete Projekt "Krankenschwestern für Iwano Frankiwsk" für kranke und alleinstehende alte Menschen auf dem Land sei ein weiteres Leuchtturmprojekt, so Hasselfeldt. Die DRK-Präsidentin brach schließlich eine Lanze für das Ehrenamt, das Erfüllung und Anerkennung bedeute. "Wir brauchen gesellschaftliche Verantwortung der Einzelnen." Aus diesem Grund werde sie sich auch für eine gesteigerte Attraktivität des Bundesfreiwilligendienstes und einen Rechtsanspruch für Bewerber einsetzen.

Die Vizepräsidentin des BRK, Brigitte Meyer, wies zudem auf die Bedeutung der Kulturloge hin, die seit Januar unter dem Dach des BRK Dachau geführt wird und sich mit einem kostenlosen Angebot an Bedürftige richtet. Abschließend zeichnete der BRK-Kreisgeschäftsführer Paul Polyfka die Entwicklung des Kreisverbandes nach: Die Geschäftsentwicklung verlaufe positiv, denn sowohl die Bilanz als auch die Mitarbeiterzahlen gingen stetig bergauf. Das BRK Dachau werde weiterhin Schrittmacher beim Finden von Lösungen für neue gesellschaftliche Herausforderungen sein, versprach Polyfka. Sein persönlicher Leitsatz für das neue Jahr laute deshalb, bei allem, was das BRK unternehme, dürfe nie außer Acht gelassen werden: "Was bringt es den Menschen, die unsere Hilfe und Unterstützung erwarten?"

© SZ vom 04.02.2020 / SZ

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