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Ehemaliger Zieglerkeller:Aus für den Biergarten

Der Eigentümer schließt eine gastronomische Nutzung am Schlossberg aus. Diese Nachricht schockt die Stadträte.

Der Eigentümer hat das Aus für Biergarten und früheren Zieglerkeller am Schlossberg verkündet. Um auf der anderen Straßenseite, auf dem Areal der früheren Flaschenabfüllerei, 30 Wohnungen bauen zu können, hatte Jobst Kayser-Eichberg, der Chef der Sedlmayr Grund und Immobilien KGaA, den Stadträten mehrmals versprochen, Biergarten und Gaststätte zu erhalten. Der Brief der Anwaltskanzlei Taylor Wessing, der am Dienstag im Rathaus einging, war für die Stadträte daher ein Schock: "An diesen Planungszielen kann nicht mehr festgehalten werden. Insbesondere ist es leider nicht möglich, den gastronomischen Betrieb am Schlossberg . . . wieder aufzunehmen", heißt es darin.

Es ist bitter für den Stadtrat, dass er so hinters Licht geführt worden ist", sagte Bündnis-Fraktionschef Kai Kühnel am Dienstag im Bauausschuss. Dort standen zwei Anträge zur Debatte, die zum Ziel hatten, den Bestand Biergarten und Gaststätte zu sichern. Nach langer, teilweise heftiger Diskussion und einer Sitzungsunterbrechung, in der sich die Fraktionen berieten, stimmte der Bauausschuss geschlossen dem CSU-Antrag zu, das Areal der Schlossbergbrauerei samt Biergarten mit einem Bebauungsplan in seiner Nutzung festzuschreiben. Ein Antrag der fraktionslosen Stadträtin Elisabeth Schilhabel, von Kayser-Eichberg eine schriftliche Erklärung zu verlangen, dass der Biergarten erhalten bleibe, hatte sich damit nach einhelliger Meinung erledigt.