Ehemalige Schlossbergbrauerei Dachau:Konzept für Bürgerbiergarten

Alte Schloßberg Brauerei

Das etwa 1000 Quadratmeter große Grundstück bei der ehemaligen Schlossbrauerei überlasst die Eigentümerin der Stadt kostenfrei.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Mit oder ohne mobilen Ausschank: Der Bauausschuss berät über konkrete Pläne

Von Joshua Beer, Dachau

Jahrelang ging es nicht voran, jetzt dafür umso schneller: Bei der ehemaligen Schlossbergbrauerei an der Schlossstraße 8a soll nach fast 13 Jahren wieder ein Biergarten entstehen. Für den kommenden Dienstag hat der Bau- und Planungsausschuss der Stadt den sogenannten Bürgerbiergarten auf die Tagesordnung gesetzt. Er will über ein "Nutzungskonzept" entscheiden, das heißt: über die konkrete Ausgestaltung. Zuviel möchte Stadtbauamtsleiter Moritz Reinhold nicht verraten, um die Stadträte nicht zu beeinflussen. Im Kern stünden aber zwei Varianten zur Debatte: eine aufwendige, die einen mobilen Ausschank beinhaltet, und eine einfachere ohne besagten Ausschank. Beide Varianten sehen Reinhold zufolge eine öffentliche Grünfläche auf dem etwa 1000 Quadratmeter großen Grundstück vor, "die zum Verweilen einlädt", so der Amtsleiter. Auf ihr sollen Tisch-Bank-Kombinationen angeordnet werden. Wie genau und ob fest installiert, darüber entscheidet der Bauausschuss. "Ich bin sehr gespannt auf die Sitzung", sagt Reinhold. Die Stadträte müssten nun sagen, wie es weitergeht.

Bis Ende November soll eine genauere Kostenschätzung vorliegen, der Freistaat fördert das Projekt zu 80 Prozent, was etwa 148 000 Euro Zuschuss entsprächen. Auf Profit ist der Bürgerbiergarten nicht ausgelegt. "Eine solche öffentliche Fläche wird keinen Gewinn abwerfen", erklärt der Bauamtsleiter. Immerhin spart man kräftig am Grundstück, das die Eigentümerin der Stadt für den Biergarten kostenlos überlässt. "Das ist meiner Kenntnis nach schon erfolgt", sagt Reinhold. Die Alteigentümerin habe sogar noch die Einzäunung repariert. Allerdings ist die Übergabe an Auflagen geknüpft. Beispielsweise dürfe im Biergarten keine Musik gespielt werden, um die Anwohner nicht zu stören.

Mit der Eröffnung rechnet Reinhold "frühestens im Sommer nächsten Jahres", sollte sich der Bauausschuss für die aufwendigere Variante entscheiden. Im Winter könne man nichts bauen und dadurch erst im Frühjahr 2022 beginnen. Die Option mit mobilem Ausschank werde natürlich etwas mehr Zeit beanspruchen. In jedem Falle erfreute sich das Projekt bisher breiter Zustimmung.

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