Literatur:Wenn bei einer Lesung 20 Minuten lang Stille herrscht

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Literatur: Der Auftritt der Filmregisseurin Doris Dörrie in Dachau ist keine "Wasserglaslesung", eher eine unterhaltsame Anleitung fürs autobiografische Schreiben - mit ausdrücklicher "Erlaubnis zum Blödsinn".

Der Auftritt der Filmregisseurin Doris Dörrie in Dachau ist keine "Wasserglaslesung", eher eine unterhaltsame Anleitung fürs autobiografische Schreiben - mit ausdrücklicher "Erlaubnis zum Blödsinn".

(Foto: Toni Heigl)

Die Regisseurin und Autorin Doris Dörrie hält eine Lesung, die alles andere ist als klassisch. Wie jeder Mensch schreiben kann und was gegen die Blockade und das leere weiße Blatt hilft.

Von Jessica Schober, Dachau

Wenn bei einer Lesung 20 Minuten lang Stille herrscht, kein Wort im Publikum fällt und auch die Autorin schweigt, muss entweder etwas gehörig schief gelaufen sein - oder etwas ganz besonderes geschieht. Bei der Auftaktveranstaltung des Literaturfestivals "Dachau liest" am Montagabend ist Letzteres der Fall: Doris Dörrie sitzt auf der Bühne und schreibt. Genauso wie die etwa 100 Menschen im vollbesetzten Saal des Thoma-Hauses auf ihren Stühlen sitzen und schreiben. Sie kramen in ihren Erinnerungen, assoziieren frei. Nur eines dürfen sie nicht: den Stift vom Papier absetzen.

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