Die Menschen jubeln, sie applaudieren, sie rufen minutenlang. Aber Fatoumata Diawara und ihre Band kommen nicht zurück auf die Bühne. Nicht für eine einzige Zugabe. Das ist schade und gibt diesem Konzert im Rahmen des Dachauer Musiksommers am Ende einen kleinen Beigeschmack. Was ist von all dieser wunderbaren Musik und Diawaras politisch klugen Worten über Frieden und Geschlechtergerechtigkeit zu halten, wenn es nicht für das branchenübliche Mindestmaß an wertschätzender Dreingabe für das Publikum reicht (und sei es instrumental, falls die Singstimme ausgereizt ist)? Einem Publikum, das trotz miesesten Wetters nicht in Massen aber zahlreich (über 300) auf den Dachauer Rathausplatz gekommen ist und in strömendem Regen und manchmal peitschendem Wind getanzt und gefeiert hat? Dass Diawara sogar eine Dachauer Verbindung hat, weil sie mit Tom Jahn, dem stets wundervoll entfesselten Dompteur der Bigband Dachau, schon Konzerte gegeben hat, hat ihr vielleicht niemand in Erinnerung gerufen.
Dachauer MusiksommerMusik, die leuchtet
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Fatoumata Diawara aus Mali und ihre Band lassen den Rathausplatz trotz Schmuddelwetters in klangmalerischen Farben erstrahlen. Die Sängerin und Menschenrechtlerin ist dabei das Epizentrum, umgeben von begnadeten Musikern.
Von Andreas Pernpeintner, Dachau
