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Dachau:Vom Leben gebeutelt

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Als ein Alleinstehender überlastet zusammenbricht, verliert er auch noch seine Arbeitsstelle

Das Leben hat Karl-Heinz Sandmann (Name geändert) übel mitgespielt. Immer, wenn er sich wieder ein wenig aufrappelte, kam der nächste Rückschlag. Noch heute ist er sauer auf seinen letzten Arbeitgeber. Dort hat der gelernte Werbetechniker mehrere Jahre engagiert gearbeitet, war am Wochenende zur Stelle und hat auch Überstunden nicht gescheut. Sein Arbeitsvertrag lief nur über Teilzeit, weil er nach einer Krise noch nicht voll in den Beruf einsteigen sollte. "Aber die Arbeit hat mir Spaß gemacht, da habe ich nicht auf die Uhr geschaut."

Also hat er sich reingekniet und war mit vollem Einsatz dabei. "Aus heutiger Sicht war ich dumm", sagt der 49-Jährige. Denn all die Jahre hat er nie einen finanziellen Ausgleich gesehen für seine Mehrarbeit. Und es kam noch schlimmer: Als er neben dem Job seine kranke Schwester betreute, wurde der Stress zu groß. Irgendwann klappte er überlastet zusammen. Doch kaum war er krank, erhielt er die Kündigung und bekam keinen Lohn mehr. Vor Gericht erhielt er zwar Recht, aber Geld hat er trotzdem nicht gesehen. "Immerhin habe ich mir dann sofort Hilfe geholt". Von der Caritas habe er Lebensmittelgutscheine bekommen, bis die staatlichen Leistungen angelaufen sind. Nun muss er mit Hartz IV zurechtkommen. Lebensmittel von der Tafel mag der alleinstehende Mann nicht holen. Anderen gehe es ja noch schlechter, "denen will ich nichts wegnehmen, ich komme irgendwie zurecht".

Allerdings ist das nicht leicht, denn Karl-Heinz Sandmann leidet an Neurodermitis. Viele Pflegeprodukte, die seiner Haut gut tun und ihm Erleichterung verschaffen, werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Verzichten kann er auf diese Mittel nicht, doch die Lotionen und Cremes reißen ein tiefes Loch in sein Budget, "das sind im Jahr locker 300 Euro." Demnächst will er sich deshalb in einer Fachklinik stationär versorgen lassen. Damit sich seine Haut wieder einmal richtig erholen kann. Auf die fürsorgliche Pflege freut er sich.

Und auf die saubere, ordentliche Umgebung. Denn seine kleine Wohnung ist nicht gerade in bestem Zustand. Aber ihm fehlen Kraft und Motivation, etwas anzupacken. Und auch das Geld. Ein Bett und vor allem eine spezielle Allergiker-Matratze bräuchte er dringend, auch ordentliche Decken, einige Möbel und eine Küchenzeile. Aber am wichtigsten wäre ihm eine Waschmaschine. Deshalb hatte er sich auch schon über Monate mühsam 300 Euro zusammengespart. Weil er keine Möglichkeit hatte, so ein Gerät zur Wohnung zu transportieren, bat er Freunde um Hilfe. Die rieten zum Kauf per Internet, "weil sie dort ein wirklich super Angebot gefunden hatten". Doch die Bekannten, die ihn schon oft in Krisen mit Rat und Tat unterstützt hatten, fielen prompt auf einen betrügerischen Anbieter herein. "Das Geld ist weg und ich habe immer noch keine Waschmaschine." Seit einem Jahr schon muss er seine Kleidung per Hand reinigen. Der SZ-Adventskalender möchte helfen, damit sich der vom Leben gebeutelte Mann Waschmaschine, Bett, Matratze und eine Küchenzeile anschaffen kann.