Die Stadt Dachau zieht eine positive Bilanz des Dachauer Volksfests, das am Montag zu Ende gegangen ist. Von der Zurückhaltung der ersten beiden Jahre nach der Corona-Pandemie sei nichts mehr zu spüren, sagt Dachaus Kulturamtsleiter Tobias Schneider. „Die Volksfestlust ist wieder voll da.“ Etwa 250 000 Gäste tummelten sich an den zehn Festtagen auf der Thoma-Wiese am Fuße der Altstadt. Erstmals wurden die Besucher nicht geschätzt, sondern gezählt, und zwar mithilfe einer unauffälligen „laser-basierten Technologie“ an den Eingängen. „Wir wollten einfach mal genau wissen: Was sind die Spitzenzeiten?“, erläutert Schneider den Hintergrund der Maßnahme.
Besucherstärkster Tag mit mehr als 30 000 Gästen war demnach der Tag vor Mariä Himmelfahrt; weniger Betrieb herrschte unter der Woche mit jeweils etwa 15 000 Besucherinnen und Besuchern am Tag. Die in diesem Jahr ermittelten Zahlen bewegen sich laut Stadt nur geringfügig unter den geschätzten Zahlen der Vorjahre – und das, obwohl die Hälfte der Zeit eher Bade- als Bierzeltwetter herrschte: An fünf Tagen stieg das Thermometer deutlich über die 30-Grad-Marke.
Der Besucherzuspruch sei dennoch „an allen Tagen sehr gut“ gewesen, so die Stadt, von Wirten und Schaustellern hat der Kulturamtsleiter nach eigenen Angaben auch nur „zufriedene“ oder „sehr zufriedene“ Rückmeldungen bekommen. Alle fünf Festzelte und insbesondere die Biergartenbereiche seien über die gesamte Dauer des Volksfests „sehr gut besucht“ gewesen.



Zu einem regelrechten Besuchermagneten entwickelte sich bereits im ersten Jahr der neue Weißbiergarten von Anna-Maria Fahrenschon und Patrick Klotzsch. Die eigens für das dortige Weißbierkarussell gebraute „Karussellweiße“ der Dachauer Brauerei Amperbräu war bereits am zweiten Volksfestsamstag ausverkauft. Für Kulturamtsleiter Tobias Schneider ist dies ein klares Indiz, dass regionale Biere bei den Dachauer Volksfestbesuchern sehr gut ankommen.
Zu „nennenswerten Zwischenfällen“ ist es laut Stadt in diesem Jahr nicht gekommen, lediglich zwei Betretungsverbote für auswärtige Gäste habe man aussprechen müssen. Daran könnte auch das veränderte Konsumverhalten der Gäste beigetragen haben. Insgesamt wird weniger Alkohol getrunken – zehn Prozent des Bierumsatzes machen die Wirte auf der Thoma-Wiese inzwischen mit Alkoholfreiem. Wegen der gestiegenen Preise verkneifen sich viele Besucher inzwischen die letzte Maß, die früher vielleicht noch eilig hinuntergestürzt hätten. Gleichwohl konstatiert Tobias Schneider: „Das Geld wird auf dem Dachauer Volksfest immer noch gern und viel ausgegeben.“

