Seit Jahren laufen die Vorbereitungen für die Erneuerung der Höchstspannungsleitung in den Landkreisen Dachau, München, Freising und Erding. Jetzt hat die Regierung von Oberbayern das Planfeststellungsverfahren für die 50 Kilometer lange Trasse eingeleitet, an dessen Ende die Baugenehmigung stehen wird.
Die Planunterlagen sind seit Donnerstag, 8. Januar, auf der Internetseite der Regierung von Oberbayern unter https://s.bayern.de/planfestverf-enwg einsehbar. Betroffene können während der Auslegungsfrist von einem Monat und der sich daran anschließenden zweiwöchigen Einwendungsfrist, also bis einschließlich Montag, 23. Februar, in schriftlicher Form Einwendungen gegen das Vorhaben in ihren jeweiligen Heimatgemeinden oder direkt bei der Regierung von Oberbayern erheben.
Sicherer Strom für den Raum München
Antragsteller des Bauprojekts, das höhere Strommasten und neue Kabel umfasst, sind die Netzbetreiber Tennet TSO GmbH und die Bayernwerk Netz GmbH. Ziel der Maßnahme ist es, das Stromnetz in der Region München leistungsfähiger zu machen. Nach Inbetriebnahme der neuen Stromleitung werden die Masten und Kabel der bestehenden zurückgebaut.
Der Neubau beginnt im Westen am Umspannwerk Oberbachern im Landkreis Dachau und endet im Osten im Umspannwerk Ottenhofen im Landkreis Erding. Dazwischen werden auch die Landkreise München und Freising tangiert. Die neue Leitung verläuft meist nahe an der Bestandstrasse durch die Gemeinden Bergkirchen und Schwabhausen, die Stadt Dachau sowie Hebertshausen, Röhrmoos, Haimhausen, Unterschleißheim, Ismaning, Eching, Hallbergmoos, Moosinning, Finsing, Neuching und Ottenhofen.
Kritik an den Trassen hat es bisher im Inhauser Moos gegeben, wo ein ökologisch empfindliches Gebiet beeinträchtigt wird, sowie in Ottenhofen, wo Tennet zuletzt der langjährigen Forderung einer Bürgerinitiative Rechnung trug und eine weiter von Wohngebieten entfernte Trasse ins Verfahren mitaufnahm.

