SZ Gute WerkeMütter kämpfen mit finanzieller Not

Lesezeit: 3 Min.

Zwischen Beruf und Betreuung: Viele alleinerziehende Mütter benötigen Unterstützung (Symbolbild).
Zwischen Beruf und Betreuung: Viele alleinerziehende Mütter benötigen Unterstützung (Symbolbild). Marcel Kusch
  • Sina F. ist alleinerziehende Mutter zweier Söhne und hat weniger als 1000 Euro monatlich zur Verfügung, ihr älterer Sohn Emil hat eine geistige Behinderung.
  • Saba R. lebt mit drei Kindern von etwa 1200 Euro Jobcenter-Unterstützung und besucht täglich einen Alphabetisierungskurs in München.
  • SZ Gute Werke möchte beide alleinerziehende Mütter mit Spenden unterstützen, damit sie Möbel kaufen und ihren Kindern Freizeitaktivitäten ermöglichen können.
Von der Redaktion überprüft

Dieser Text wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. Lesen Sie mehr über unseren Umgang mit KI.

Fanden Sie diese Zusammenfassung hilfreich?
Mehr Feedback geben

Wenig Geld und die gesamte Familienarbeit: An zwei Beispielen zeigt sich, wie schwer es für Alleinerziehende ist, ohne Hilfe ihrer schwierigen Lage zu entkommen. SZ Gute Werke möchte die Frauen unterstützen.

Von Eva Waltl, Dachau

Wenn das Geld knapp wird, trifft es alleinerziehende Frauen mit besonderer Wucht. Wer die Verantwortung für Kinder allein trägt, versucht sich ständig im Drahtseilakt zwischen Arbeits- und Betreuungszeit. An zwei Frauen aus dem Landkreis Dachau zeigt sich, wie schwer es ist, aus dieser Lage herauszukommen und den Kindern ein Stück Unbeschwertheit bewahren zu können. SZ Gute Werke möchte mithilfe von Spenden die beiden Mütter unterstützen.

Sina F. (Name von der Redaktion geändert) ist Ende 20. Der jüngste Sohn ist ein halbes Jahr alt, der ältere, Emil, fünf. In ihrem Alltag ist selten Stillstand. Es ist laut und chaotisch. Die Bedürfnisse ihrer Söhne kommen für Sina F. an erster Stelle: Zähneputzen, Arzttermine, Windeln, Abendessen. Dazwischen liebevolles Spielen, Gutenachtgeschichten und Zärtlichkeit. 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Keine Pausen, kein Zur-Ruhe-Kommen.

Emil braucht viel Nähe und Struktur. Er hat eine geistige Behinderung. Sein Sprachvermögen ist nicht altersgerecht entwickelt. Ein buntes Puzzle aus Lauten, keine Worte, keine Sätze. Er ist schreckhaft und ängstlich. Wenn Besuch kommt, versteckt er sich. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes erhielt Sina F. einen Platz für Emil in einer heilpädagogischen Tagesstätte, auf den sie so lange gewartet hatte. Dort erfährt er die Förderung, die ihm hilft, sich weiterzuentwickeln.

Doch die finanzielle Enge erdrückt die kleine Familie. Sina F. ist jung Mutter geworden. Noch bevor sie beruflich Fuß fassen konnte. Der Vater ließ sie und das Kind im Stich. Sie stemmte alles allein, emotional und finanziell. Unterhalt bekommt sie keinen. Ihren Sohn betreute sie die ersten vier Jahre vollständig zu Hause, weil sich keine Einrichtung fand, die ein Kind mit so schweren kognitiven Einschränkungen aufnehmen wollte. Einer bezahlten Arbeit nachzugehen, war für die junge Mutter undenkbar.

Das Monatsbudget beträgt weniger als 1000 Euro

Heute kämpft sie unermüdlich gegen die Abwärtsspirale an. Weniger als 1000 Euro hat die alleinerziehende Mutter monatlich zur Verfügung. Für Lebensmittel, für Kleidung für ihre ständig wachsenden Söhne. Am Ende des Monats ist nichts mehr über. Rücklagen für Notfälle oder einen besonderen Ausflug mit den Kindern sind unmöglich.

Aktuell benötigt die Familie dringend Kinderzimmermöbel und eine Garderobe. Die vorhandenen Möbel ihrer Zweizimmerwohnung sind heruntergekommen, Schränke defekt, die Küche marode. Es fehlt an allem. Doch vor allem für das Kinderzimmer wünscht sich Sina F. einen Raum, der ihren Kindern Sicherheit und Freude gibt.

Auch Saba R. erfährt jeden Morgen aufs Neue, was es bedeutet, gänzlich auf sich allein gestellt zu sein. Ihre Kinder sind acht, elf und 13 Jahre alt. Die Themen ändern sich, doch die Verantwortung und der Betreuungsaufwand bleiben. Schulaufgaben, Elternbriefe, Pubertätsprobleme. Saba R. ist alleinerziehend. Vom Vater erfährt sie keinerlei Unterstützung. Familienangehörige hat sie keine, die ihr im Notfall mit den Kindern helfen könnten.

Die drei Kinder teilen sich ein Zimmer

Die vierköpfige Familie wohnt seit Kurzem im Landkreis. Der bürokratische Aufwand ist für die aus Afrika stammende Frau immens. Behördenpost, Passangelegenheiten, Übersetzungen. Alles kostet viel Geld und Zeit. Die deutsche Sprache ist für Saba R. noch immer ein Wirrwarr an aneinandergereihten Zeichen.

Für sich und ihre drei Kinder erhält sie monatlich etwa 1200 Euro vom Jobcenter. Ihre Sozialwohnung ist klein, die Möbel sind abgenutzt. Die drei Kinder teilen sich ein Zimmer, Privatsphäre gibt es keine, Geschwisterstreit ist programmiert. Saba R. besucht täglich einen Alphabetisierungskurs in München, der ihr ein Stück Selbständigkeit verspricht und hoffentlich eines Tages eine Arbeit.

Saba R. möchte ihren Kindern gerne kleine Glücksmomente schenken: einen Kinobesuch, einen Nachmittag im Schwimmbad. Erlebnisse, die zu Erinnerungen werden und eine glückliche Kindheit prägen. Ihre jüngste Tochter möchte tanzen. So richtig im Verein mit Trainingsstunden, nicht auf dem abgewetzten Teppich im Wohnzimmer. Ihr Sohn träumt vom Fußballtraining, von Stutzen und eigenen Fußballschuhen. Doch die finanzielle Not grenzt sie aus. Damit die Kinder nicht länger Zuschauer am Spielfeldrand bleiben, kann SZ Gute Werke mit einer Spende helfen.

SZ Gute Werke e.V.

HypoVereinsbank

IBAN: DE04 7002 0270 0000 0822 28

BIC: HYVEDEMMXXX

www.sz-gutewerke.de

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Fremdenverkehr in der Region
:„Kooperation wird ganz groß geschrieben im Tourismus“

2025 gab es mehr als 6,8 Millionen Besucher in den Landkreisen rund um München. Auch die Stadt Dachau zieht immer mehr Touristen an. Woran liegt das? Ein Gespräch mit Kulturamtsleiter Tobias Schneider.

Interview von Gregor Schiegl

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: