Stadtwerke DachauGewinne mit Strom, Verluste mit dem Schwimmbad

Als kleine Goldgruben haben sich im Vorjahr die Wasserkraftwerke, hier das in Günding, erwiesen. Die Stadtwerke Dachau erwirtschafteten allein drei Millionen Euro Gewinn mit Stromproduktion.
Als kleine Goldgruben haben sich im Vorjahr die Wasserkraftwerke, hier das in Günding, erwiesen. Die Stadtwerke Dachau erwirtschafteten allein drei Millionen Euro Gewinn mit Stromproduktion. Niels P. Jørgensen

Die hohen Strompreise im Vorjahr haben den Dachauer Stadtwerken ein sattes Plus in der Bilanz beschert. Geschuldet ist das jedoch temporären Sondereffekten, und Sparten wie Bäder und Verkehr bleiben defizitär.

Von Alexandra Vettori, Dachau

Die Stadtwerke Dachau haben im vergangenen Jahr bei einem Jahresumsatz von fast 125 Millionen Euro einen Gesamtüberschuss von 4,6 Millionen erzielt. Das geht aus einer Pressemeldung des Kommunalunternehmens hervor, das für Strom, Erdgas, Wasser, Abwasser, Bäder und Verkehr in Dachau und Umgebung zuständig ist. Richtig Gewinn eingefahren hat es aber nur in einer Sparte, der Stromproduktion.

Der Grund liegt in den hohen Strompreisen vom Vorjahr. Allein drei Millionen Euro Gewinn erwirtschafteten die Stadtwerke mit eigener Produktion, vor allem den Wasserkraftwerken an der Amper. Zwei Millionen flossen dazu aus Ausschüttungen einer finanziellen Beteiligung am Verbund Innkraftwerke.

Dazu gab es im Vorjahr einen Zuwachs an Großkunden, deren vorige Versorger in Zeiten hoher Strompreise vom Markt abtreten mussten. Eine Reihe von Kommunalunternehmen sind damals zu den Stadtwerken gewechselt. Allerdings werden sich all diese Sondereffekte laut der Mitteilung „voraussichtlich in den kommenden Jahren so nicht fortsetzen“.

Was die restlichen Segmente anbelangt, so ist der Erdgasverkauf rückläufig, Verkehr und Bäder bleiben weiter defizitär. Als Gründe für die Verluste in den letztgenannten zwei Sparten nannte Stadtwerke-Sprecherin Cornelia Scheyerl auf Nachfrage vor allem hohe Unterhaltskosten und Energiepreise.

Gleichzeitig steigen die Aufwendungen für Personal, vor allem wegen tarifbedingter Gehaltserhöhungen. Die Zahl der Beschäftigten blieb mit gut 250 im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich. Der Gewinn wird 2025 übertragen, als Puffer für die kommenden Jahre.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Windkraft
:Klage gegen Windräder zurückgezogen

Ein Anwohner verklagt das Landratsamt Dachau für die Genehmigung der Windkraftanlage bei Haimhausen wegen eines Verfahrensfehlers und mangelhafter Berücksichtigung von Schutzgütern. Vor dem Verwaltungsgerichtshof München scheitert er krachend.

Alexandra Vettori

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: