Öffentlicher NahverkehrWeniger Fahrgäste in den Dachauer Stadtbussen

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Die Stadtwerke Dachau betreiben 27 Busse auf sechs Linien. 
Die Stadtwerke Dachau betreiben 27 Busse auf sechs Linien.  Toni Heigl

Die Fahrgastzahlen bei den Stadtwerken Dachau sind jahrelang gestiegen. Für Anfang 2026 verzeichnet das Unternehmen jedoch einen leichten Rückgang.

Von Alexandra Vettori, Dachau

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Dachau ist stolz auf sein Bussystem. 27 Busse auf sechs Linien verkehren in der Stadt, vier davon im Zehn-Minuten-Takt. Seit Jahren, und schon vor der Einführung des Deutschland-Tickets  2023, gehen die Fahrgastzahlen stetig nach oben. Heute nutzen an Werktagen durchschnittlich 16 590 Menschen einen Bus in Dachau.

Bei den aktuellen Fahrgastzählungen aber zeichnet sich in den ersten drei Monaten 2026 ein leichter Rückgang ab. Vor allem an den Wochenenden ist ein minimaler Rückgang bei den Fahrgästen festzustellen, wie aus einer Mitteilung der Dachauer Stadtwerke hervorgeht.

Allerdings betonen die Stadtwerke darin auch, dass bisher nur valide Daten aus den ersten drei Monaten des Jahres vorliegen. Die Werte seien deshalb hochgerechnet und nur eingeschränkt aussagekräftig.

Demnach verzeichnet zum Beispiel die Buslinie 726 drei Prozent weniger Fahrgäste. „Eine belastbare Ursache hierfür lässt sich derzeit noch nicht benennen“, schreiben die Stadtwerke. Die Linie verkehrt zwischen Bahnhof, der KZ-Gedenkstätte und der Saubachsiedlung.

Für die neue Linie 724 liegen laut den Stadtwerken nur erste Zahlen als Anhaltspunkte vor. Ihre Einführung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 war eigentlich eine Sparmaßnahme, schließlich wurden mit ihr die bisherigen Buslinien 717 und 718 zusammengelegt. Die Route verbindet nun den S-Bahnhof mit der Moosstraße und führt auf dem Rückweg über den Stadtweiher.

Steigende Personalkosten könnten sich negativ auf das Angebot auswirken

Nach Angaben des MVV erreicht die Linie derzeit von Montag bis Freitag 1340 Fahrgäste, heißt es in der Mitteilung. „Das entspricht in etwa dem bisherigen gemeinsamen Fahrgastaufkommen der Linien 717 und 718.“ Viele Fahrgäste aus Dachau-Süd sehen die Zusammenlegung trotzdem kritisch, weil sich für sie die Fahrzeiten verlängert haben. Dafür fahren die Busse vom Bahnhof aus nun öfter.

Sollten die bisherigen Sparmaßnahmen der Grund für die leicht sinkende Tendenz bei den Fahrgästen sein, könnte das nur der Anfang sein. Nach dem jüngsten Tarifergebnis für die Busfahrer, bei dem Verdi sieben Prozent mehr Lohn und Arbeitszeitverkürzung mit den kommunalen Arbeitgebern ausgehandelt hat, werden die Personalkosten steigen. Stadtwerke-Chef Robert Haimert hat schon früher prophezeit, dass das zumindest zu einer Debatte über eine Reduktion des Verkehrsangebots führen wird.

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