bedeckt München 32°

Dachau:Sportlich, sportlich

Leichtathletikfest der weiterführenden Landkreisschulen

Die Sonne knallt am Dienstagvormittag vom Himmel auf den Sportplatz des TSV Dachau 1865. Neben dem Vereinsheim tollen die Kinder der Dachauer Landkreisschulen auf Heuballen herum. "Den Parkour haben wir eigens aufgebaut", sagt Gabriele Siegl und deutet auf die hinter den Heuballen aufgestellten Traktorreifen. Siegl hat wie immer das Sportfest für Leichtathletik organisiert. In der vergangenen Woche zeigten die Grundschüler ihr Können beim Leichtathletikfest. An diesem Vormittag müssen die Kinder und Jugendlichen der weiterführenden Schulen im Landkreis Dachau ihre Sportlichkeit beweisen.

Weit springen kann man auch barfuß.

(Foto: Toni Heigl)

324 Schüler von 14 Schulen nehmen an dem Wettbewerb teil. Die Athleten verteilen sich an zwei Wurfstationen, drei Weitsprungstrecken, einer Laufbahn und einem Bereich für den Kugelstoß. Nur Schüler, die mit die besten Ergebnisse bei den Bundesjugendspielen erreicht hatten, dürfen beim Sportfest an den Start gehen. "Die meisten haben eine Ehrenurkunde erhalten, eigentlich zu viele, wir konnten gar nicht alle von ihnen mitnehmen", sagt Christian Link, Sportlehrer der Vinzenz von Paul Realschule in Markt Indersdorf. Die Ehrenurkunde ist die höchste Urkunde, die Schüler bei den Bundesjugendspielen erreichen können, darauf folgen Sieger- und Teilnehmerurkunde.

Im Bild rennt gerade ein Schüler der Realschule Dachau.

(Foto: Toni Heigl)

Jakob Hackinger, 15, von der Mittelschule Dachau Süd steht für die Disziplin des Kugelstoßens mit der schweren Kugel im Stoßring. Er setzt die Kugel in den Nacken, nimmt Anlauf, holt Schwung, rennt vor an den bogenförmigen Balken und wirft die schwere Kugel nach vorn. Drei Versuche hat jeder Schüler, das vier Kilogramm schwere Sportgerät so weit wie nur möglich zu stoßen. Die beste Weite kommt in die Wertung. Jakob Hackinger schafft 8,42 Meter. Der beste Kugelstoßer, Raffaele Conversa von der Realschule Dachau, wirft fast bis ganz hinten in den Busch. Seine Kugel landet bei starken 15,02 Metern. Bei den Mädchen heißt die beste Sportlerin Eva Ziegldrum von der Realschule Markt Indersdorf. Sie stößt ihre Kugel 8,71 Meter weit.

Die Schüler, die den Jahrgängen 2006 und jünger angehören, können sich hingegen im klassischen Weitwurf behaupten. Hier brillieren Quirin Hechtl mit 48,5 Metern und Nina Kühne mit 35 Metern. Im Weitsprung überzeugt erneut Raffaele Conversa mit einem Sprung auf 5,75 Meter. Elena Ertz von der Wirtschaftsschule Schreibner springt 4,51 Meter weit.

Die Organisatorinnen Gabriele Siegl und Simone Glückler (von links) sitzen im Messzelt für die Läufer. Für Siegl ist es das letzte Leichtathletikfest in eigener Verantwortung, sie geht in Ruhestand.

(Foto: Toni Heigl)

Die Schüler können nicht nur weit werfen oder springen, sie sind auch schnell auf der Sprintstrecke unterwegs. Die 100 Meter legt Luca Zmire in nur 11,82 Sekunden zurück. Und Lena Kiermeier braucht lediglich 13,71 Sekunden.

Doch nicht nur die sportlichen Leistungen sind an diesem Vormittag bemerkenswert. Auch bei der Zeitmessung der Läufer kann sich Wettkampfrichterin Simone Glückler auf ihre Helfer aus der Schülerschaft im Ziel verlassen.