InklusionSchulbegleitung neu geregelt

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Zur Vertragsunterzeichnung treffen sich Vertreter und Vertreterinnen der Greta-Fischer-Schule, des Landratsamts und des Trägers Kinderschutz München.
Zur Vertragsunterzeichnung treffen sich Vertreter und Vertreterinnen der Greta-Fischer-Schule, des Landratsamts und des Trägers Kinderschutz München. (Foto: Sina Török, Landratsamt Dachau)

2023 war die klassengebundene Schulbegleitung an der Dachauer Förderschule als Pilotprojekt gestartet. Das Konzept hat sich bewährt und wird jetzt zum Regelfall.

Schulische Inklusion ist in Deutschland gesetzlich verankert, doch inzwischen schaffen die steigenden Zahlen von Schulbegleitenden vielerorts Probleme.  Diese Assistenzen ermöglichen Kindern mit Behinderungen oder speziellen Bedürfnissen einen Schulbesuch und sind nur für „ihr“ Kind zuständig. Diese Eins-zu-eins-Betreuung kostet die Jugendämter viel Geld, allein im Landkreis Dachau rund zwei Millionen Euro im vergangenen Jahr. Dazu kommt, dass dieses Modell oft pädagogisch nicht optimal ist und das Gefüge der Klasse nicht fördert.

Im Landkreis Dachau hat deshalb vor zwei Jahren an der Greta-Fischer-Förderschule das Pilotprojekt „Dachauer Integrationsprojekt in Klassen“ (DIPiK) begonnen. Im sonderpädagogischen Förderzentrum gibt es mehr Kinder mit Schulbegleitung als an Regelschulen, weshalb hier eine klassenbezogene Variante untersucht wurde, bei der sich eine Begleitung um alle Kinder mit erhöhtem Förderbedarf kümmert. Das Besondere: Schulbegleiter ist eine pädagogische Fachkraft, Erzieherin oder ein Heilpädagoge.

Los ging es mit vier Teilzeit-Schulbegleitungen in vier Klassen, inzwischen ist das Projekt auf 14 Schulbegleitungen in 14 Klassen ausgeweitet worden. Als Träger fungiert der Kinderschutz München. Die Integrationsfachkräfte wirken sich nicht nur positiv auf das Klassengefüge aus, sondern auch auf die Kinder, weil ihre Selbständigkeit mehr gefördert werde, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes.

Anfangs seien die Eltern zurückhaltend gewesen, berichtet Schulleiterin Viktoria Ledermann auf Nachfrage. Doch die guten Erfahrungen sprachen sich rasch herum. Schulleitung, Jugendhilfeplanung und der Träger, der Kinderschutz München haben das Konzept gemeinsam entwickelt. Dachaus Landrat Stefan Löwl (CSU) sieht darin ein Erfolgsmodell mit Vorbildcharakter: „DIPiK ist kein kurzfristiges Sparmodell, sondern ein langfristig durchdachtes System mit echter Wirkung. Von der Umsetzung profitieren alle Beteiligten.“

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