Kleine MuseenWenn Motten die Ausstellungsstücke auffressen

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Vorsichtig zieht Nina Möllers ein Gemälde aus dem Regal des Depots. Die alten Werke sind empfindlich. Am besten bewegt man sie gar nicht.
Vorsichtig zieht Nina Möllers ein Gemälde aus dem Regal des Depots. Die alten Werke sind empfindlich. Am besten bewegt man sie gar nicht. Jana Islinger

Zu wenig Geld, zu wenig Platz und schlechte Lagerbedingungen – diese Probleme haben viele kleinere Museen. Ein Besuch Nina Möllers, die in Dachau eigentlich eine neue Sammlung zur Industriegeschichte aufbauen sollte und nun den Mangel in den bestehenden Häusern verwalten muss.

Von Gregor Schiegl, Dachau

Auf den weißen Strümpfen der Puppe wird das Elend sichtbar. Schwarze Flöckchen rieseln aus dem Stoff der Dachauer Tracht. An die hundert Jahre alt mag das Gewand in der Vitrine des Dachauer Bezirksmuseums sein. Für die Larven der Gemeinen Motte ist es immer noch frisch genug, um sich durch die proteinhaltigen Fasern zu fressen. „Das ist auch das Ergebnis von fehlenden finanziellen Mitteln über längere Zeit“, sagt Nina Möllers, Leiterin des Zweckverbands Dachauer Galerien und Museen.

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