Am Dachauer Bahnhof:Stadt entfernt Krähennester

Regierung genehmigt Vergrämung der geschützten Tiere.

Dachau ist auch für die unter Naturschutz stehenden Saatkrähen ein beliebter Wohnort. An 17 Orten in der Stadt sind sie mittlerweile heimisch und haben rund 150 Nester gebaut. Allerdings stoßen die kommunikativen und in Kolonien lebenden Rabenvögel bei menschlichen Nachbarn meist auf wenig Begeisterung. Denn Saatkrähen sind vor allem im Frühling während der Jungenaufzucht sehr laut und verschmutzen mit ihren Hinterlassenschaften die Bereiche unter den Nistbäumen. Nun hat die Stadtverwaltung von der höheren Naturschutzbehörde die Genehmigung bekommen, die in den Bäumen am Spielplatz östlich des S-Bahnhofs ansässigen Krähen zu vergrämen.

Seit Freitag werden dort die Nester entfernt und die Bäume ausgeastet. Dazu wurden rund 25 Parkplätze bis mindestens Ende Februar gesperrt. Weitere Durchgänge finden ab 7. Februar bis mindestens 28. Februar statt. Sollte eine Verlängerung genehmigt werden, plant man Maßnahmen bis in den März und April hinein, obwohl dann bereits die Vogelbrutzeit läuft, in der Baumschnitte verboten sind. Die "hohe Präsenz", schreibt die Stadt in einer Mitteilung, sei nötig, weil Krähen oft innerhalb von 48 Stunden nach Entfernung alter Nester neue Nester bauen. Wie der Effekt ist, bleibt abzuwarten. In der Regel führt die Zerschlagung einer Kolonie dazu, dass sich die Krähen auf neue Standorte verteilen.

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