Zweimal Gold bei der Junioren-Weltmeisterschaft, damit hatte der 18-jährige Ruderer Anori Benz aus Dachau nicht gerechnet. Am Samstag holte er bei der WM in Plowdiw, Bulgarien, im Doppelvierer den Sieg. Am Sonntag folgte der Erfolg im Mixed-Doppelzweier zusammen mit Kaya Wölk aus Hamburg. Benz habe „Münchner Rudergeschichte“ geschrieben, jubelte Willi Bock, der Vorsitzende seines Vereins der Rudergesellschaft München 1972, in einer Pressemitteilung. „Ich bin überglücklich“, wird der 18-jährige Schüler zitiert, der seit Jahren an der Olympiaregattaanlage Schleißheim trainiert.
Die Konkurrenz bei der U19-Weltmeisterschaft sei in beiden Rennen groß gewesen, heißt es weiter. Insgesamt traten 660 Athletinnen und Athleten aus 55 Nationen in 14 Bootsklassen an. Der deutsche Doppelvierer setzte sich im Finale vom Start weg an die Spitze. Das Team Philipp Prüfer (Dresden), Jakob Gelsen (Frankfurt), Anori Benz und Christopher Tom Wörden (Otterndorf) behielt auch beim finalen Gegenangriff im Schlussspurt die Nerven. Der Mixed-Doppelzweier kam mit Tagesbestzeit im Vorlauf ins Finale und hielten dort die Konkurrenz das ganze Rennen über souverän auf Abstand.

