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Dachau:Rettet die Igel

(Foto: Toni Heigl)

Igel in bayerischen Gärten schweben zunehmend in Gefahr. Mit der ansteigenden Nutzung von motorisierten Mähwerkzeugen wie Mährobotern oder Fadenmähern werden die kleinen Säugetiere nicht nur in ihrer Lebensweise bedroht, sondern häufig auch schwer verletzt. Selbst an Rückzugsorten im Garten sind sie dank Freischneidern oder Motorsensen oft nicht mehr sicher. Laufen Mähroboter nach Einbruch der Dämmerung, sind die nachtaktiven Tiere besonders gefährdet. "Die meisten Mähroboter erkennen kleine Tiere wie junge Igel, Reptilien oder Amphibien nicht als Hindernis. Sie fahren deshalb oft einfach über die Tiere hinweg und fügen ihnen grausame Verletzungen und Verstümmelungen zu", weiß die Igel-Expertin Annika Lange des Landesbunds für Vogelschutz (LBV). "Nicht selten sterben die Igel bei solchen Unfällen oder an den daraus resultierenden Wunden, die sich häufig infizieren." Darüber hinaus finden sie auf den so geschaffenen sterilen Rasenflächen auch keine Nahrung mehr. Um einen besseren Eindruck von der Zahl der verletzten Tiere zu erhalten, bittet der LBV alle Tierfreunde, durch Mähroboter oder Freischneider verletzte Igel und andere betroffene Tiere per E-Mail an igel@lbv.de zu melden. SZ

© SZ vom 14.07.2020

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