GastronomieDachau findet Geschmack an Pop-up-Lokalen

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Johannes Schwarz serviert im Sommer auf dem Dachauer Rathausplatz seine Drinks aus seiner rollenden Bar, der „Ape Centrale“.
Johannes Schwarz serviert im Sommer auf dem Dachauer Rathausplatz seine Drinks aus seiner rollenden Bar, der „Ape Centrale“. Niels P. Jørgensen
  • Die Stadt Dachau will Pop-up-Gastronomie am Unteren Markt etablieren und sucht bis 4. März Bewerber mit kreativen Konzepten.
  • Seit vergangenem Sommer erprobt Dachau erfolgreich zeitlich begrenzte Gastronomiekonzepte wie die „Ape Centrale“ am Rathausplatz.
  • Die Pop-up-Lokale sollen die Aufenthaltsqualität steigern und den örtlichen Einzelhandel gegen Leerstände und Online-Konkurrenz stärken.
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Die Stadt Dachau will das Modell auf den Unteren Markt ausweiten.  Jetzt wartet sie auf Bewerber mit überzeugenden Konzepten.

Von Gregor Schiegl, Dachau

Im Sommer in einem Liegestuhl auf dem Rathausplatz entspannen und einen Campari Spritz trinken, der in einer mobilen Bar auf Rädern gemixt wird: Von solchen gastronomischen Pop-up-Angeboten soll es in Dachau in Zukunft mehr geben. Die Stadt hat dafür eine weitere Fläche am Unteren Markt ausgeschrieben. Interessenten können sich bis 4. März bewerben.

Ins Rollen gebracht hat die Idee das Bündnis für Dachau. Im Januar 2015 hatte die politische Gruppierung im Stadtrat eine Pop-up-Gastronomie für den Schrannenplatz angeregt. Seit vergangenem Sommer werden diese zeitlich begrenzten, kreativen Gastronomiekonzepte in der Dachauer Altstadt erprobt. Aus Sicht der Stadt mit Erfolg: Die sommerlichen Freiluftkneipen, die „Ape Centrale“ am Rathausplatz und die „Mobile Mixerei“ auf dem Schrannenplatz, sind erst einmal abgezogen, dafür kann man noch von der „Winter Lounge“ auf der Rathausterrasse mit einer Tasse Glühwein den Blick auf die Münchner Skyline genießen. Wie Oberbürgermeister Florian Hartmann mitteilt, wird die „Ape Centrale“ im Sommer in die Altstadt zurückkehren.

Mit solchen Angeboten möchte die Stadt nach eigenen Angaben die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt erhöhen, die Besucherfrequenz steigern und damit den Einzelhandel sowie das städtische Leben insgesamt nachhaltig stärken. Die Altstadt hat schon mit Leerständen zu kämpfen, durch die Sanierung der Kulturschranne ist außerdem ein zentrales Gastronomieangebot der Dachauer Altstadt weggebrochen. Der wachsende Online-Handel und veränderte Konsumgewohnheiten setzen den örtlichen Handel zusätzlich unter Druck, auch am Unteren Markt.

Für diesen Standort sucht die Stadt nun „kreative, wirtschaftlich tragfähige und kurzfristig umsetzbare Konzepte zur temporären Nutzung, die zum Verweilen einladen und sich harmonisch in das Stadtbild einfügen“. Temporär bedeutet in diesem Fall: zwei Jahre mit Option auf Verlängerung. Besonders geeignet sind aus Sicht der Stadt „Café- und Tagesgastronomie oder vergleichbare Konzepte mit hoher Aufenthaltsqualität, vor allem zur Belebung während der Öffnungszeiten des Einzelhandels“.

Die öffentliche Ausschreibung ist auf der Seite der Stadt, www.dachau.de, zu finden.

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