Aktionstag in DachauDas Bezirksmuseum der Zukunft

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Das Bezirksmuseum zeigt Exponate wie diese bäuerliche Festtagstracht – doch die Sammlung hat mit Dachaus Lebenswirklichkeit von heute kaum noch etwas zu tun.
Das Bezirksmuseum zeigt Exponate wie diese bäuerliche Festtagstracht – doch die Sammlung hat mit Dachaus Lebenswirklichkeit von heute kaum noch etwas zu tun. Jana Islinger

Mit einem Museumstag will der Dachauer Zweckverband zeigen, wie ein Regionalmuseum im 21. Jahrhundert aussehen könnte.

Von Gregor Schiegl, Dachau

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Wie könnte ein zeitgemäßes Regionalmuseum im 21. Jahrhundert aussehen? Um diese Frage geht es bei einem Museumstag, zu dem der Zweckverband Dachauer Galerien und Museen am Sonntag, 26. Juli, ins Bezirksmuseum einlädt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Alt genug für Zukunft: Neustart Museum!“ Geöffnet ist von 10 bis 16 Uhr, der Eintritt ist an diesem Tag frei.

Das Bezirksmuseum bewahrt rund 15 000 Objekte zur Geschichte Dachaus und des Dachauer Lands auf. Die Sammeltätigkeit wurde bereits vor 120 Jahren aufgenommen; sie gehört zu den zentralen Aufgaben jedes Museums. Allerdings sind schon seit rund 50 Jahren kaum mehr neue Exponate dazugekommen, wie Zweckverbandsvorsitzende Nina Möllers moniert. Sowohl inhaltlich als auch konzeptionell gilt das Bezirksmuseum daher als veraltet.

„Mit dem Museumstag möchte das Museum einen Ausblick darauf geben, wie sich das Haus künftig weiterentwickeln könnte“, so der Zweckverband Dachauer Galerien und Museen. Künftig soll das Bezirksmuseum interaktiver, inklusiver und stärker an den Themen ausgerichtet sein, die Menschen der Region beschäftigen. Geplant sind Mitmach- und Kreativstationen, Einblicke in die Museumsarbeit sowie Angebote für Kinder. Besucher können alle Angebote ohne Anmeldung nutzen.

Viele Fragen sind offen

Der Aktionstag ist ein Signal in einer unsicheren Phase: Ursprünglich sollten die kommunalen Museen unter dem Dach eines gemeinsamen Museumsforums modernisiert und neu ausgerichtet werden. Doch das scheiterte am Geld. Die Zukunft der Dachauer Galerien und Museen ist damit wieder offen. Selbst über die Standortfrage hat der Stadtrat noch nicht abschließend entschieden.

Dass der Zweckverband nun mit dem Museumstag selbst die Initiative ergreift, hat einen Grund: In einer gemeinsamen Kulturausschusssitzung von Stadtrat und Kreistag hatte Nina Möllers deutlich gemacht, dass dringend Entscheidungen getroffen werden müssten. Wegen baulicher und klimatischer Probleme verschärfen sich die bestehenden Probleme der Dachauer Ausstellungshäuser weiter – auch, weil Exponate Schaden nehmen.

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