Dachau:München prüft Seilbahnprojekt

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Über Pläne einer Dachauer Trasse will sich die Stadt erst 2021 äußern

Mittlerweile gibt es konkrete Überlegungen zur Streckenführung einer möglichen Seilbahn von Dachau über Karlsfeld bis zum Bahnhof des Münchner Stadtteils Moosach. Im nächsten Schritt möchte die Stadt Dachau nun herausfinden, wie die Gemeinde Karlsfeld, die Stadt München und der Freistaat Bayern zu dem ambitionierten Verkehrsprojekt stehen und inwieweit sie zu einer Zusammenarbeit bereit sind. Während Karlsfelds Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) bereits signalisiert hat, dass er für das Projekt offen ist, konkrete Maßnahmen sich aber im engen finanziellen Rahmen der Gemeinde bewegen müssten, ist die Stadt München derzeit mit ihrem eigenen Seilbahnprojekt beschäftigt. Untersucht wird das Potenzial einer Seilbahn über dem Frankfurter Ring. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, die sich sowohl mit der Trassenführung als auch mit grundlegenden Erkenntnissen und Herausforderungen urbaner Seilbahnen beschäftigt, werden Ende des Jahres erwartet. "Diese Ergebnisse müssen abgewartet werden, bevor konkrete Aussagen über Vor- und Nachteile sowie den Nutzen einer Seilbahntrasse von Dachau über Karlsfeld nach München getroffen werden können", heißt es von Seiten der Pressestelle des zuständigen Referats für Stadtplanung und Bauordnung. Anfang des Jahres 2021 werde dann im Stadtrat der Landeshauptstadt über das weitere Vorgehen in Sachen Seilbahn entschieden.

Generell begrüße München innovative Ideen und stehe grundsätzlich allen Ansätzen, die den Münchner Norden vom Verkehr entlasten könnten, positiv gegenüber. Bereits ermittelte Erkenntnisse über den Beitrag, den urbane Seilbahnen dafür leisten können, würden interkommunal ausgetauscht und gemeinsam in weitere verkehrsplanerische Überlegungen einbezogen. Denn eine Zusammenarbeit in solchen Belangen gebe es schon seit vielen Jahren und in verschiedensten Projekten. Was eine Seilbahn von Dachau nach München betrifft, wünscht sich auch das Münchner Stadtplanungsreferat eine genau Prüfung der räumlichen und finanziellen Rahmenbedingungen. Zudem müsse - so - wie auch die Dachauer Stadträte festgestellt hatten - für Unterstützung durch den Freistaat geworben werden, damit das Projekt realisiert werden kann.

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